Der Weg durch die Covid-19 Krise

Für unsere Kunden haben wir einen Leitfaden und einen Fahrplan zum Umgang mit der Krise entwickelt.

Das Corona-Virus breitet sich aktuell auf der gesamten Welt rasend schnell aus. Die weitere Entwicklung ist nach jetzigem Kenntnisstand nicht final absehbar. Die eingeleiteten Maßnahmen scheinen jedoch Wirkung zu zeigen, um die exponentielle Ausbreitung zu verlangsamen.

Neben den menschlichen werden auch die wirtschaftlichen Folgen immer deutlicher.  Absatzmärkte brechen ein und ganze Unternehmen stehen still. Die zahlreich gestarteten Hilfsprogramme können diese Verluste nur mildern, allerdings nicht ausgleichen.

Aktuell werden grundsätzlich drei Szenarien diskutiert

  • V-Szenario: kurzer Stillstand und schnelle Erholung
  • U-Szenario: längerer Stillstand mit dann schneller Erholung
  • L-Szenario: sehr langer Stillstand mit langfristig nicht erkennbarer Erholung

 

Die Auswirkungen in den Branchen sind unterschiedlich, jedoch ist der Großteil der Unternehmen wirtschaftlich stark bis sehr stark davon betroffen. Bezogen auf die Corona-Effekte wird unserer Einschätzung nach der Krisenverlauf für die meisten Unternehmen zwischen dem V- und U-Szenario erfolgen.

Unabhängig davon, welches Szenario genau eintreffen wird, werden die Mechanismen dafür, ein Unternehmen durch die Krise zu führen, die selben sein. Lediglich der zeitliche Verlauf der Phasen und die Intensitäten der Maßnahmen werden unterschiedlich sein.

Auf dem Weg durch die Krise sehen wir prinzipiell vier Phasen

Aktuell befinden wir uns im Shut-down und gehen davon aus, dass aufgrund gesundheitlicher Kontrollmechanismen und Maßnahmen ab dem 4. Mai eine stufenweise Wiederaufnahme des operativen Geschäfts möglich erscheint.

Wir müssen die Zeit nutzen und schon heute diesen Ramp-up vorbereiten, damit ein koordinierter Hochlauf mit möglichst geringen Reibungsverlusten erfolgt. In dieser volatilen Phase müssen Ressourcen gezielt und durchgängig kostenbewusst eingesetzt werden.

Greifen die gesundheitlichen Maßnahmen, sehen wir ab September in der Phase Stabilize & Cost Performance eine Beruhigung der Märkte und eine Stabilisierung der Supply Chains. Es werden weiterhin nur die notwendigsten Investitionen getätigt und Kostenreduzierungen stringent weiterverfolgt um das Jahresergebnis bestmöglich abzusichern.

Erst ab Januar 2021 gehen wir von einem moderaten Wachstum der Wirtschaft aus. In diesem Umfeld werden Investitionen in die Zukunft wieder getätigt und leiten die Phase Performance Improvement ein. Dabei wird der Fokus auf Programmen mit einem ROI innerhalb des Geschäftsjahres liegen.

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Der Weg durch die Covid-19 Krise

Jeden Tag erreichen uns neue Informationen, jeder Tag bringt uns neue Erkenntnisse und jeden Tag müssen neue Entscheidungen getroffen werden. Für unsere Kunden haben wir einen Leitfaden und einen Fahrplan zum Umgang mit der Krise entwickelt.

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Unser Programm, um Sie durch die Krise zu führen!

Jetzt kommt es darauf an die Situation und die Handlungsoptionen schnellstmöglich zu bewerten. Das Risk Assessment gibt schnell Transparenz über das unternehmerische Risiko durch die Covid-19 Krise. Des Weiteren werden erste Sofortmaßnahmen identifiziert und direkt umgesetzt.

Assessment Umsatzausfall

Systematische Bewertung der aktuellen Auftragslage und Prognose der Umsatzverläufe bis Geschäftsjahresende.
Umsatzrisiko!

Assessment Produktionsressourcen

Risikobewertung der für die Produktion notwendigen Ressourcen in Korrelation zu den Umsatzszenarien.
Ressourcenrisiko!

Assessment Organisation

Definition der systemrelevanten Bereiche und Ableitung der notwendigen Personalstärke
Einsparmöglichkeiten / Handlungsfähig!

Assessment Liquidität

Bewertung der kurz- und mittelfristigen Unternehmensliquidtäten. Identifikation kurzfristiger Liquiditätspotenziale
Liquiditätsrisiko!

Assessment Gesundheitsrisiko

Identifikation von Gefährdungshotspots. Bewertung der Infektionsgefahr für Mitarbeitende und Ableitung von Sofortmaßnahmen zur Risikoreduktion.
gesundheitliche Gefährdungshotspots für Mitarbeitende!

Schnelles Handeln ist überlebenswichtig. Durch Prognosen und Szenarien werden Prämissen für das richtige Handeln abgeleitet. Es werden alle Optionen für Risikominimierung und Kostenoptimierung verifiziert und vorbereitet und den Führungskräften und Mitarbeitern kommuniziert.

Liquiditätssimulation

Simulation von V-,U- und L-Szenarien auf Basis Risk Assessment, Unterstützungsprogrammen und von Branchen und länderspezifischen Krisenentwicklung/-prognosen
Reichweite ist transparent!

Unterstützungsprogramme beantragen

Unterstützungsprogramme für Unternehmen (Finanzierung, Förderungen, Steuern) verifizieren und bei Relevanz frühzeitig beantragen.
Unterstützungsprogramme sind frühzeitig gesichert!

Infektionsschutzmaßnahmen umsetzen

Sofortmaßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter im Unternehmen etablieren und umsetzen.
Gesundheitsschutz eingeführt!

Kommunikation

Um den Mitarbeitern Sicherheit zu geben und den Weg durch die Krise aufzuzeigen, werden die Kommunikationskaskade und -inhalte definiert. Die Unternehmenskommunikation wird gestartet.
Information gibt Sicherheit!

Kurzarbeitsantrag stellen

Kurzarbeitsantrag gemäß Vorgaben der Bundesanstalt für Arbeit beantragen
Option auf Kurzarbeit ist abgesichert!

Kosteneinsparungen ableiten

Ableitung der notwendigen Kosteneinsparungen aus den Szenarien der Liquiditätssimulation
Zielgrößen definiert!

Arbeits- und Führungsmodell

Organisation arbeitsfähig gestalten (Home Office, Remote-Arbeitsplätze). Führungsaufgaben an die neuen Rahmenbedingungen anpassen.
Arbeitsfähigkeit ist sichergestellt!

Das Task Force Management stellt die operative Handlungsfähigkeit des Unternehmens in Krisenzeiten sicher. Effektive Strukturen werden aufgebaut, so dass schnelles Handeln und Reagieren ermöglicht wird – und zwar unbürokratisch und schnell, hier gehts um Geschwindigkeit. Die Task Force bildet einen neuralgischen Knotenpunkt, die alle Informationen sammelt, aufbereitet und überlebensnotwendigen Akteure im Unternehmen verbindet. 

PMO für Task Force Krisenmanagement

Kurzfristige Etablierung eines zentrales Projektmanagement Office (PMO) zur Steuerung aller Aktivitäten der Krisenbewältigung.

→ Notwendige Strukturen kurzfristig etabliert!

Kommunikation (intern/extern)

Einheitliche und zentrale Kommunikation an die internen und externen Stakeholder.

→ Einheitlicher und aktueller Informationsstand!

Fortlaufendes Überwachung Krisenentwicklung

Fortlaufende Überwachung des Krisenverlaufs und Abgleich mit Szenarien. Permanentes Monitoring der Rahmenbedingungen und Ableitung von Anpassungen.
→ Immer aktuell!

Wirksamkeitsmonitoring

Permanentes validieren der Wirksamkeit definierter Maßnahmen auf Liquidität und Ergebnisabsicherung gegenüber dem angenommenen Szenario und definiertem Korridor.
→ Maßnahmen erfolgreich umgesetzt!

Maßnahmensteuerung

Steuerung und Koordination aller zur Bewältigung der Krise definierten Maßnahmen im Unternehmen
→ Maßnahmen adressiert!

Lieferantenmanagement: So gewährleisten Sie Ihre Versorgungssicherheit in Krisenzeiten

Die Corona-Pandemie wirkt sich gravierend auf die Versorgungssicherheit der Produktionsbranche aus. Auch nach dem Ende des behördlich auferlegten Stillstandes ist keinesfalls sicher, dass Unternehmen ihre geplanten Stückzahlen zeitnah wieder erreichen können. Dafür braucht es ein kontrolliertes Post-Crisis-Anlaufmanagement, das den Konsequenzen der Krise Rechnung trägt.

    Welche Folgen hat die Krise für Versorgungsnetzwerke?

    Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 hat in allen großen Industrienationen zu wirtschaftlichen Einschränkungen geführt. Dies wirkt sich unmittelbar auf die Versorgungssicherheit produzierender Unternehmen aus, denn ihre Lieferketten sind an verschiedenen Stellen unterbrochen. Selbst wenn Deutschland in den kommenden Wochen die Produktion wieder hochfährt: Ob die dafür benötigten Bauteile, Komponenten und Vorprodukte in den erforderlichen Stückzahlen verfügbar sind, ist gerade in Unternehmen mit weltweit eng vernetzten Wertschöpfungsketten schwer absehbar.

    Aktuell sind die Lieferketten intransparent und instabil. Entscheider können derzeit kaum seriös bewerten, wann ein Tier-n-Lieferant aus den USA seine Produkte in welcher Zahl bereitstellen kann, ob dafür die notwendigen Transportkapazitäten uneingeschränkt nutzbar sind und welche alternativen Beschaffungsoptionen bestehen, falls ein Zulieferer handlungsunfähig wird. Zum anderen fehlt in vielen Unternehmen ohnehin ein Überblick dazu, wie ihre Lieferketten und ihre Unterlieferantenstruktur bis auf Tier-n-Ebene ausgestaltet sind. Diese fehlende Transparenz macht sich in der derzeitigen Krise besonders stark bemerkbar.

    Erschwerend hinzu kommt, dass es aufgrund der Reisebeschränkungen fast unmöglich ist, die Situation von im Ausland ansässigen Bestands- und Neulieferanten persönlich zu validieren. Inwiefern es möglich wäre, einen Lieferanten aus Osteuropa oder Asien mithilfe von Sofortmaßnahmen zu befähigen oder ob alternativ ein neuer Lieferant integriert werden kann, lässt sich derzeit nicht ohne Weiteres beantworten. Dafür müssten Unternehmen vor Ort jemanden beschäftigen, der sich ein Bild von den dortigen Gegebenheiten macht.

    Die behördlichen Vorgaben im Zusammenhang mit dem Corona-Virus werden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf die Rahmenbedingungen auf dem Shopfloor selbst auswirken. Das gilt besonders für Kontaktbeschränkungen: Ohne Atemmasken und weitere Schutzausrüstung für ihre Mitarbeiter können Unternehmen den Produktionsbetrieb voraussichtlich nicht wieder aufnehmen. Inwiefern diese Hilfsmittel in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen, bleibt mit Blick auf die Engpässe im Output von Medizintechnikunternehmen abzuwarten.

    Die Krise bringt zahlreiche Fragen mit sich

    Der Wiederanlauf der Produktion ist aufgrund der unklaren Versorgungslage in vielen Unternehmen mit Risiken verbunden, die ihre Handlungsfähigkeit auch nach dem Ende des krisenbedingten Shutdowns erheblich einschränken können. Verzögerungen im Wiederanlauf und die damit verbundene Unterschreitung der Stückzahlenkurve bringen weitreichende Konsequenzen mit sich. Entscheider stehen daher vor einer Reihe komplexer Fragestellungen, die sie mit Blick auf den durch die Krise entstandenen Kostendruck schnell und sinnvoll beantworten müssen:

    • Welche Optionen bestehen, wenn ein Lieferant bis auf weiteres nicht verfügbar ist? Können wir z. B. kurzfristig lokale Second-Source-Supplier hochfahren und befähigen?
    • Wie können wir internationale Lieferketten durch eine angemessene Risikobewertung sicherer gestalten?
    • Besteht die Möglichkeit, neue Lieferanten kurzfristig mit weltweit tätigen Fast Response Teams und/ oder Task Forces vor Ort zu unterstützen?
    • Wie können wir das geregelte Herunter- und spätere wieder Herauffahren von Produktionsstätten inkl. der Versorgungssicherheit bewerkstelligen?
    • Welche Remote-Ansätze helfen dabei, die Projektarbeit im Krisenmodus weiterzuführen?
    • Welchen Vertriebsansatz nutzen wir, um die Umsätze wieder zu steigern?
    Whitepaper zum Thema Versorgungssicherheit in Krisenzeiten ©
    Whitepaper

    Whitepaper: Versorgungssicherheit in Krisenzeiten

    Wenn Sie noch mehr darüber erfahren möchten, wie Sie Ihre Versorgungssicherheit in Krisenzeiten sicherstellen, empfehlen wir Ihnen unser Whitepaper „Versorgungssicherheit Krisenzeiten“. Es erläutert die Maßnahmen, die wir in diesem Beitrag vorgestellt haben, noch ausführlicher.

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    Sieben Maßnahmen für ein kontrolliertes Post-Crisis-Anlaufmanagement

    Um den Wiederanlauf der Produktion (und die Zeit danach) zu bewältigen, braucht es zielgerichtete Maßnahmen, die dazu geeignet sind, die Versorgungssicherheit so schnell wie möglich zu gewährleisten. Folgende sieben Elemente mit operativer Ausrichtung, die zur Bearbeitung der aktuellen Engpass-Situation besonders gut geeignet sind:

    1. 360-Grad-Analyse der aktuellen Situation

    Unternehmen benötigen zunächst einen Überblick über mögliche Risiken, die ihre Versorgungssicherheit einschränken können. Hierfür eignen sich sogenannte 360-Grad-Analysen, bei denen sämtliche Risiken in Form einer Matrix visualisiert und anhand von Supply Chain Risk Indicators (SCRI) bewertet werden. Diese Transparenz fördert die schnelle, strukturierte Ableitung von Risiko-minimierenden Maßnahmen, die die Versorgungssicherheit kurz- und langfristig steigern.

    2. Ramp-Up-, Ramp-Down-Management

    Essenziell für den verlustfreien Wiederanlauf der Fertigung ist ein systematisches, geplantes Herunterfahren der Produktionsbereiche. Dafür braucht es ein sinnvolles Ramp-Down-Management, das u. a. eine Risikoanalyse aller betroffenen Ressourcen (Personal, Produktionsmittel, Know-how) sowie der Abnehmer- und Zuliefererstrukturen enthält. Das erleichtert die Planung und Umsetzung operativer Ramp-Down-Maßnahmen. Zugleich schaffen Unternehmen damit die Basis für angepasste, auf den Wiederanlauf zugeschnittene Lösungen zur Minimierung von Risiken und Verlusten. Das ist die Basis für zukünftige Präventivmaßnahmen. 

    Auf behördliche Einschränkungen, die die Produktion auch nach dem Wiederanlauf beeinflussen, können Unternehmen z. B. mit der Bereitstellung von Schutzvorrichtungen (Abstandssensoren, Schutzgläser, Atemmasken etc.) reagieren. Denkbar ist auch, dass sie Arbeitsinhalte je nach Anlaufkurve so umsteuern, dass die Sicherheit der Werker in jedem Fall gewährleistet ist (z. B. durch angepasste Schichtmodelle).

    3. Transparenz in der Lieferkette schaffen

    Um ihre Versorgungssicherheit zu gewährleisten, müssen Unternehmen mögliche Schwachstellen innerhalb ihrer Supply Chain identifizieren. Dafür benötigen sie ein transparentes Bild ihrer eigenen Produktion und ihrer Lieferkette. Die Lösung besteht darin, sämtliche Daten über den eigenen Shopfloor, Lieferanten und Kaufteilinformationen zu sammeln, zu visualisieren und in eine Kennzahlenstruktur zu bringen. Das Ziel ist eine standardisierte Informationsplattform, die alle Unternehmen innerhalb der Supply Chain (von Tier 1 bis Tier n) vernetzt.

    4. Aufbau Bestands- und Fortschrittscontrolling über Dashboard-Lösungen

    Die Fähigkeit, proaktiv auf Risiken und Störungen zu reagieren, ist gerade in Krisenzeiten ein wesentlicher Erfolgsfaktor für produzierende Unternehmen. Eine Voraussetzung dafür sind Dashboard-Lösungen, die es erlauben, Materialströme, -bestände und -bewegungen sowie die Performance von Lieferanten in Echtzeit zu verfolgen und zu analysieren. Probleme, die sich auf die Versorgung der Produktion auswirken, können dadurch bereits vor dem Ausbruch erkannt und mithilfe passender Sofortmaßnahmen vermieden werden.

    5. Fast Response, Task-Force-Einsatz, Resident-Arbeit vor Ort

    Um die Verfügbarkeit von Bauteilen und Komponenten sicherzustellen, müssen Unternehmen ihre Lieferanten ggf. vor Ort unterstützen. Das ist aufgrund der aktuellen Reisebeschränkungen schwierig. Da unsere Beraterinnen und Berater an vielen Standorten weltweit tätig sind (u. a. in Osteuropa, China, Mexiko und den USA), bieten wir unseren Kunden eine Taskforce-Toolbox an: Sie besteht aus einem Fast-Response-Team, das Sofortmaßnahmen bei ausländischen Lieferanten plant und umsetzt, einer Task Force, die Eskalationsprojekte durchführt, sowie einem Resident Engineer, der Lieferanten langfristig bei der Minimierung von Supply-Chain-Risiken unterstützt. Auf diese Weise bauen wir eine global verfügbare Kommunikationsbrücke, mit der sich die Versorgungssituation internationaler Lieferanten bewerten und verbessern lässt.

    6. Alternative Lieferantenstrukturen identifizieren und Second Source aufbauen

    Disruptionen innerhalb eines Versorgungsnetzwerkes lassen sich in Krisenzeiten nicht vollständig vermeiden. Deswegen ist es wichtig, dass Produktionsunternehmen ihre Lieferantenstruktur sukzessive und zielgerichtet um Second Sources erweitern. Dafür müssen sie alternative Lieferanten identifizieren, analysieren und befähigen. Das Ziel besteht darin, zugelassene, qualifizierte Alternativen möglichst schnell in das bestehende Lieferantenpanel zu integrieren.

    7. Projektmanagement

    Die hier beschriebenen Maßnahmen sind am wirksamsten, wenn sie von einem hochgradig digitalen und effizienten Projektmanagement begleitet werden. Das erleichtert es, die Remote-Arbeit sicherzustellen und zu steuern.

    Fazit

    Die Folgen der Corona-Pandemie werden produzierende Unternehmen wohl noch viele Monate beschäftigen. Umso wichtiger ist es, dass Entscheider so schnell wie möglich Maßnahmen in Gang setzen, um die eigene Versorgungssicherheit auch in schwierigen Zeiten sicherzustellen. Dafür braucht es einerseits einen transparenten Überblick zu den Abläufen innerhalb der Supply Chain. Andererseits erfordert die aktuelle Situation ein sauberes Projekt- und Anlaufmanagement, alternative Lieferantenstrukturen sowie die Fähigkeit, Lieferanten vor Ort zu unterstützen. Auf diese Weise lassen sich viele Risiken, die durch die Krise entstanden sind, auf ein Minimum reduzieren.

    Wenn im Unternehmen signifikant Kostenreduzierungen zur Ergebnisabsicherung notwendig sind,  bietet Zero Base Budgeting (ZBB) den idealen Ansatz Budgets radikal zu hinterfragen.

    Bei diesem Kostenplanungsansatz werden Budgets nicht auf Basis der Vorperiode, sondern für den jeweiligen Planungshorizont komplett neu (Zero Base) entsprechend definierter Leistungsniveaus geplant und freigegeben – und das nicht einmal im Jahr sondern kurzzyklisch auf Monatsbasis. Dies schafft Kostentransparenz und trägt wesentlich zum effizienten Einsatz der vorhandenen Mittel bei. Dieser Ansatz ist insbesondere für alle Gemeinkostenbereiche anzuwenden und dient in Zeiten von Unternehmenskrisen zur stringenten Steuerung der liquiden Mittel. Zusätzlich unterstützt Zero Base Budgeting etablierte Denkstrukturen aufzubrechen.

    ZBB fordert einen kompletten Paradigmenwechsel im Planungsprozess und muss deswegen bedingungslos Top-down aufgesetzt werden. Im ersten Schritt werden durch das Management alle Budgets nicht nur eingefroren sondern zurück auf Null (Zero Base) gesetzt. Der Rahmen für die neue Budgetplanung wird entsprechend der wirtschaftlichen Situation  durch  das Festlegen des Leistungsniveaus vorgegeben.

    › Leistungsniveau 1 – Minimalleistung zur Aufrechterhaltung des lebensnotwendigen Geschäftsbetriebs

    › Leistungsniveau 2 – Regelleistungen entsprechend der Arbeits- bzw. Stellenbeschreibung

    › Leistungsniveau 3 – Notwendige Maßnahmen zur langfristigen Zukunftssicherung

    Die Fachbereiche müssen bei der Neuplanung der Budgets für den nächsten Monat diesen Rahmen zwingend einhalten. Die Freigabe der Budgets durch das Management erfolgt zentral nach schlüssiger Darstellung und Verifizierung des Leistungsniveaus. Dieser Prozess wiederholt sich im monatlichen Rhythmus.

    Der Ramp-up Boosters stellt unter schwierigen Rahmenbedingen einen effizienten und effektiven Wiederanlauf sicher. Die transparente und offene Kommunikation mit dem Kunden, den operativen Bereichen und den Lieferanten garantiert den Erfolg in einem volatilen Umfeld.

    Ramp-up Management

    Systematisches und geplantes Hochfahren der Produktionsbereiche.
    → Verlustfreier Anlauf!

    Transparenz schaffen in der Lieferkette

    Datenerhebung relevanten Lieferantendaten und Kaufteilinformationen (Supply Chain Cockpit, Prognosemodelle)
    → Kennzahlenstruktur und übergreifende Vernetzung!

    Personaleinsatzplanung

    Etablierung einfacher und effektiver Personaleinsatzplanung für eine fokussierte Personalsteuerung entsprechend angepasst an die Rahmenbedingungen der Covid-19 Schutzmaßnahmen
    → Optimaler Personalressourceneinsatz!

    Ressourcenengpasssteuerung

    Rollierend kurzzyklische Durchführung der Kapazitätsplanung unter Prüfung der Ressourcenverfügbarkeit
    → Bestmöglicher Output!

    Fast Response, Task Force Einsatz, Resident Arbeit vor Ort – Teilejäger zur Versorgungssicherung

    Länderspezifische Verfügbarkeit, um abgeleitete Maßnahmen vor Ort abzusichern.
    → Versorgungssicherung!

    Ramp-up Projektmanagement

    Kurzfristige Installation operatives Projektmanagement mit personeller Umsetzungsbegleitung der definierten Maßnahmen.
    → Projekt Management Office innerhalb von 4 Tagen installiert!

    Bauteilqualitätsabsicherung

    Systematisches und kurzfristiges Abstellen von Qualitätsproblemen durch schnelles Identifizieren von Fehlern (KI Fehlererkennung), der Ursachenanalyse, sowie deren nachhaltige Abstellung.
    → Versorgungssicherung bei Änderungen in der Lieferkette!

    Schnelle Lieferantensubstitution bei Ausfällen

    Kurzfristige on-site oder online Basis Lieferantenqualifikation.
    → Versorgungssicherung und Kostenreduzierung!

    Der Cost Performance Booster ist eine kompromisslose Vorgehensweise, um das Ergebnis zum Geschäftsjahresende abzusichern.

    Benchmarking ergebnisrelevanter Kennzahlen

    Abgleich der Top-3 Ergebnisrelevanten Kennzahlen mit Benchmarkwerten vergleichbarer Unternehmen. Ableitung der realistisch erreichbaren Kenngrößen bis zum Ende des Geschäftsjahrs.
    → Notwendige Zielgrößen sind auf Monatsbasis definiert

    Commitment auf Führungsebene herstellen

    ›Verantwortliche Führungskräfte bestimmen, Kennzahlen definieren und Commitment für Zielgrößen schaffen.
    → Commitment zu Zielgrößen geschaffen!

    War Room einrichten

    Reporting zur Steuerung auf Tages-, Wochen- und Monatsbasis etablieren. Notwendige Kommunikation, Besprechungsgremien und Teilnehmer festlegen.
    → Rahmenbedingung für wirksames Arbeiten geschaffen!

    Identifikation der Haupthandlungsfelder

    Identifikation und Priorisierung der Top-3 Störgrößen je definierter Kennzahlen. Ableitung der Gegenmaßnahmen über die Zeitschiene zum Erreichen der definierten Kenngrößen.
    → Maßnahmen nach Wirksamkeit priorisiert!

    Realisierung und Wirksamkeitscontrolling

    Umsetzung der Maßnahmen und permanente Erfolgskontrolle zu den definierten Zielgrößen. Bei Abweichungen sofortiges Aufsetzen von Sondermaßnahmen.
    → Wirksamkeit abgesichert!

    Mit dem Aufsetzen von gezielten Effizienzprogrammen und begleitenden Qualifizierungsmaßnahmen werden Potentiale für eine moderate Wachstumsphase erschlossen. Die nachhaltige Selbstträgerschaft stellt die World Class Performance im Unternehmen sicher.

    Operational Excellence Initiative

    Kundenorientierte Wertschöpfung durch standardisierte Arbeitssysteme, verschwendungsarme Wertströme und ergebnisorientiertes Shopfloor Management.
    → Effizienzsteigerung in Operations!

    Machining Excellence Initiative

    Flexible, synchrone, störungsfreie, transparente und schlanke Fertigungsprozesse durch integrierte Weiterentwicklung von Lean und Digitalisierung.                
    → Effizienzsteigerung in der Fertigung!

    Administrative Excellence Initiative

    Professionelle Leistungserbringung durch die Etablierung von Lean Office Management, Business Process Optimierung, Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen.
    → Effizienzsteigerung in der Administration!

    Projektmanagement Excellence Initiative

    Struktur, Verbindlichkeit, Transparenz und Erfolg im Projekt durch das Anwenden von modernen und digitalen Projektmanagementmethoden.
    → Performance Steigerung im Planen und Durchführen von Projekten!

    Supply Chain Excellence Initiative

    Hohe Versorgungssicherheit, niedrige Bestände und kurze Durchlaufzeiten entlang der dynamischen Lieferkette durch Transparenz und agile Synchronisation.
    → Performance Steigerung in der Supply Chain!

    Supplier Excellence Initiative

    Professionelle Lieferantenauswahl, -befähigung, –integration und –weiterentwicklung zur nachhaltigen Senkung von Einkaufskosten und Risikominimierung.
    → Steigerung der Lieferantenperformance!

    Quality Excellence Initiative

    Höchste Kundenzufriedenheit durch das effiziente Zusammenspiel von wertorientierten Prozessen, Strukturen und Kompetenzen in einer lernenden Organisation.               
    → Steigerung der Qualität!

    Lean Enterprise

    Crossfunktionale Ausrichtung des Unternehmens zur erfolgreichen Integration von digitalen Elementen in die Lean Excellence Philosophie.
    → Worldclass Performance Unternehmen!

    Andreas Grundnig

    Andreas Grundnig

    Ingenics

    Partner, Director
    Phone : +49 731 93680 226

    Alexander Gottwald

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