MAN Truck & Bus

Mit Lean Logistics zum zentralen Sequenzierzentrum Motorenmontage der MAN Truck & Bus

Mit Lean Logistics riesige Schritte nach vorne gemacht

Bei der MAN Truck & Bus in Nürnberg waren Ingenics Experten über ein Jahr lang mit der Planung und Realisierung des neuen zentralen Sequenzierzentrums zur Versorgung der Motorenmontage beschäftigt. Am Ende standen im Automatischen Kleinteilelager 65.000 Behälterstellplätze zur Verfügung, die Depalettierung erfolgt durch Roboter, die die Kleinteileladungsträger automatisch auf die Fördertechnik setzen. Auf zwei Neubaugeschossen wird der Platz nun optimal genutzt.

Die wichtigsten Projektergebnisse und Ingenics Leistungen:
Kunde
MAN Truck & Bus
Ergebnisse
  • Implementierung Flächeneffizientes Logistikkonzept nach Lean-Logistics-Philosophie
  • Planung, Ausschreibung und Umsetzungsbetreuung der gesamten Intralogistik
  • klare Segmentierung der Materialflusskategorien
  • flexibles, ergonomisches und automatisches Lagerkonzept

Die Logistikplanung spielt für die Ingenics AG längst eine herausragende Rolle, da die Bedeutung der Logistik für viele produzierende Unternehmen als Faktor für den Gesamtunternehmenserfolg kontinuierlich wächst. Ingenics analysiert, plant und realisiert Logistikstrukturen, um die Material- und Informationsflüsse nach der Lean-Philosophie zu gestalten und die komplette Supply Chain im Sinne des Prozessdenkens konsequent auf Wertschöpfung auszurichten. Die Umsetzungsbegleitung einschließlich der Schulung der Teams und der Initialisierung kontinuierlicher Verbesserungsprozesse ist Bestandteil dieser ganzheitlichen Herangehensweise.

Bei der MAN Truck & Bus am Standort Nürnberg, wo Motoren für Lkw und Omnibusse hergestellt werden waren Experten der Ingenics AG über ein Jahr lang regelmäßig als Berater vor Ort. Im Bereich der Lagertechnik wurden standortverändernde Lösungen erarbeitet: die vollautomatische Beladung der Fächerwagen für Kleinteileladungsträger (KLT), bei der der Commissioner die KLT ohne Zwischenlagerung aus dem Shuttle-Wagen abgibt, sowie die automatische Depalettierung, die gemeinsam mit dem Anbieter des Automatischen Kleinteilelagers (AKL) konkret auf MAN zugeschnitten wurde. Die originalverpackten KLT werden mit Greifer und Sauger gegriffen, vereinzelt und für die Fördertechnik auf einen Tablar gesetzt, wobei auch das Tablar-Handling voll automatisiert ist.

„Ohne Ingenics hätte uns das Fachwissen zum Thema Automatisches Kleinteilelager gefehlt; allein die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen war eine Riesenaufgabe.“
Fabian Leitschuh, MAN Truck & Bus
damals Projektverantwortlicher für das Sequenzierzentrum

Noch ehe Ingenics ins Spiel kam, hatte man bei MAN mit umfassenden Maßnahmen zur Optimierung der Sequenzierung begonnen. Das Material – so die Ausgangssituation – wurde nach dem Push-Prinzip vom Hochregal ans Band geliefert. Die bandnahen Regale waren ständig maximal beladen. Da unter diesen Umständen die Optimierungsmöglichkeiten schließlich ausgeschöpft waren, baute man die Regale ab und begann, den Staplerverkehr durch einen getakteten Routenverkehr zu ersetzen und das Band sequenziert zu beliefern. Vor allem um die Zahl der Fahrten und Kreuzungsverkehre zu reduzieren, erfolgte die KLT-Versorgung nun nach dem Milkrun-Prinzip. Man stellte aber bald fest, dass die Ressourcen der Logistik nicht ausreichten, um die Sequenzierung für das komplette Band optimal abzudecken. Nachdem beschlossen worden war, die Sequenzierung künftig doch in einem Ergänzungsbau durchzuführen, holte man Ingenics ins Boot.

Schon die erste Bedarfsermittlung ergab, dass man mit der zur Verfügung stehenden Grundfläche von 50 auf 110 Meter nur auskommen würde, wenn zweigeschossig gebaut würde. Nachdem man sich für das Konzept bestehend aus AKL, Schmalgangslager und Sequenzierbereich entschieden hatte, erfolgten die Ausschreibungen und Angebotsvergleiche für die Lagertechnik (Schmalgangregale, Krananlagen/Hebezeuge, Routenzüge). Mittlerweile stehen 65.000 Behälterstellplätze des AKL für die Befüllung zur Verfügung. Roboter packen Paletten aus und setzen die KLT auf die Fördertechnik, der Platz wird optimal ausgenutzt. Das zuständige Management bei MAN stellte schließlich fest, dass ohne Ingenics das Fachwissen zum Thema AKL gefehlt hatte und bereits die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen eine schwer zu bewältigende Aufgabe geworden wäre. Auch beim Projektmanagement seien die Ingenics Berater unverzichtbar gewesen; sie hätten nicht zuletzt deshalb durchweg ein gutes „Standing“ gehabt, weil ihnen als Externen niemand Abteilungssicht oder einen Tunnelblick habe unterstellen können.