Medic AG

Produktions-Cockpit 4.0 ist das Shopfloor Management der Zukunft bei der Medic AG

Business Intelligence: Produktions-Cockpit 4.0 als Shopfloor Management der Zukunft

In vielen Unternehmen bleiben große Datenmengen ungenutzt. Vor allem dort, wo sie sich die operativen Führungskräfte nach der Methode „go and see“ am Shopfloor beschaffen müssten. Dabei können sie ohne großen Aufwand zur Generierung von unmittelbar wirksamer Business Intelligence und damit zur Optimierung von Produktion und Logistik beitragen. In einem Projekt bei der Medic AG zeigte Ingenics, wie sich dieses Potenzial über eine Cockpitlösung nutzen lässt.

Die wichtigsten Projektergebnisse und Ingenics Leistungen:
Kunde
Medic AG
Branche
  • Medizintechnik
Ergebnisse
  • Durchführung einer IT-Strukturanalyse
  • Arbeitsstrukturanalyse innerhalb des Shopfloor Managements
  • Analyse und Dokumentation des Auftragsabwicklungsprozess
  • Konzeption und Realisierungsplan zum Produktionscockpit 4.0

Das kombinierte Know-how eines praxiserfahrenen technischen Betriebswirts, der sich in der Routine eines Industriemeisters auskennt, und die Expertise eines IT-Experten mit dem Blick auf die Chancen einer optimierten Datennutzung hat sich in diesem Projekt zur Gestaltung eines Produktionscockpits bei der Medic AG in Bülach (Kanton Zürich) bestens bewährt. Ausgangspunkt für die Ermittlung der Potenziale zur Optimierung von Qualität auf allen Ebenen war die Analyse der Auftragsabwicklungsprozesse.

Die Bedingungen erwiesen sich als ideal für ein richtungsweisendes Projekt zum Thema Produktionscockpit 4.0. Gezielt wurde der Austausch zwischen IT- und Produktionsexperten initiiert, um zu untersuchen, wie eine solche Lösung die Sichten der operativen Führungskräfte im Kontext des Shopfloor Managements und die Herangehensweise der IT in Zeiten von Industrie 4.0 zusammenbringen könnte.

Wie es vor allem die Ingenics Kunden aus dem Mittelstand schätzen, brachten die Berater schnell auf den Punkt, was ihnen als Schwerpunkte eines Produktions-Cockpits 4.0 vorschwebte:

  • Die Entlastung der operativen Führungskräfte von zeitraubenden Tätigkeiten wie Recherchieren, Suchen und Zusammenführen von Informationen und Daten.
  • Das einfache Zugänglichmachen vorhandener Daten aus ERP- und MDE-Systemen ohne Umwege über Excel oder andere Systeme.
  • Transparenz und permanente Sicht auf aktuelle Daten zur Unterstützung des Planungsprozesses.
  • Zugänglichmachen neuer Daten mit dem Ziel, Qualität und Geschwindigkeit von Entscheidungen zu steigern. 

Das Management auf Kundenseite ließ sich durch gute Argumente und Ergebnisse gerne überzeugen. Dass ein dreitägiger Workshop für die Analyse des IST-Zustands, die Identifizierung der Handlungsfelder und die Ermittlung der Potenziale ausreichen würde, schien zwar ambitioniert, aber die ersten Ergebnisse kamen schnell zustande und waren substanziell gut. Dass seine Mitarbeiter einen Teil der vorgeschlagenen Maßnahmen selbst erschließen sollten und konnten, kam dem COO entgegen; für an anderer Stelle benötigte Unterstützung bat er Ingenics um Angebote.

„Dass ein dreitägiger Workshop für die Analyse des IST-Zustands, die Identifizierung der Handlungsfelder und die Ermittlung der Potenziale ausreichen würde, war ja kaum zu glauben, aber die umfangreiche Präsentation zeigte, dass die Ergebnisse nicht nur schnell zustande kamen, sondern auch substanziell wirklich gut waren.“
Marc Plihal, Medic AG
COO

Ein wesentlicher Ansatz für die Optimierung der Datenintegration im Sinne der Digitalen Fabrik war die Einbindung eines bei Medic etablierten IT-Dienstleisters, dessen Tools Daten aus verschiedenen Systemen verwertbar macht. Das Produktionscockpit 4.0 nutzt ebenso historische Daten wie rund 15 Minuten alte Near-Time- und Real-Time-Daten. Diese stellt es in aufbereiteter Form über Tablets, Smartphones und Shopfloor Management-Boards in einer am jeweiligen Bedarf orientierten Auswahl den Führungskräften zur Verfügung.

Spontan eingetretene Verbesserungen machten deutlich, wie leicht große Wirkungen erzielt werden können. Die Suche nach Informationen, in die Führungskräfte bisher so viel Zeit investierten, dass sie permanent mehr als acht Stunden pro Tag arbeiten mussten und trotzdem keine Zeit z. B. für die systematische Bearbeitung der Abweichungen von Zielvorgaben hatten, wurde durch den Einsatz IT-gestützter Industrie 4.0-Elemente hinfällig.

Nach der ersten Workshop-Reihe standen mehrere Handlungsfelder mit vielversprechenden Potenzialen fest. Die Ergebnisse wurden in einem „Zielbild Business Intelligence“ beschrieben. Die Zurverfügungstellung von echtzeitrelevanten Informationen über Kennzahlen, die auf Tablets direkt an der Maschine bereitgestellt werden, bringt inzwischen eine Produktivitätssteigerung von bis zu 15 Prozent. Zusätzlich entstandene Zeitfenster werden zur systematischen Problemlösung und Prozessoptimierung genutzt.

Die erkannten Schwachstellen können heute ohne Verzug abgearbeitet werden. Begonnen wird mit Konzeptbausteinen, die signifikant zur Effizienzsteigerung der Führungskraft und der Maschinen beitragen, sehr schnell und mit klarer Kostenkalkulation realisierbar sind und zur Nutzbarmachung vorhandener Daten sowie zur Prozesssicherheit und -geschwindigkeit beitragen.