WERMA Signaltechnik GmbH + Co.KG

Professionelle Fabrikplanung, Baubegleitung, Bezug – von der ersten Prozessanalyse bis zum Bezug der Halle

Professionelle Fabrikplanung ebnet den Weg für reduzierte Durchlaufzeiten

Die WERMA Signaltechnik GmbH + Co. KG in Rietheim-Weilheim bei Tuttlingen hat ihre neue Produktionshalle in Betrieb genommen. Ingenics hat die Idee der integrierten Fabrik von der ersten strategischen Bedarfsanalyse bis zum Bezug begleitet und unterstützt. Die Investition von rund 8,5 Millionen Euro soll eine weitere dynamische Umsatzentwicklung ermöglichen und am Heimatstandort weitere Arbeitsplätze schaffen. Die Raumreserve gilt als Wechsel auf die Zukunft.

Die wichtigsten Projektergebnisse und Ingenics Leistungen:
Kunde
WERMA Signaltechnik GmbH + Co.KG
Ergebnisse
  • Generalentwicklungsplanung für einen Neubau
    • Strategische Bedarfsanalyse
    • Prozessanalyse
    • Produktionsanalyse
    • Wertstrom- und Materialflussanalyse
    • Optimierung Logistikprozesse
    • Hallenlayouts mit Zielvarianten
    • Workshops zur Definition der Zielvarianten

WERMA Signaltechnik ist einer der weltweit führenden Hersteller optischer und akustischer Signalgeräte, die Arbeitsumgebungen an Maschinen und Anlagen, in Fabrikhallen und an Gebäuden sicherer und effizienter machen. Am Hauptstandort in Baden-Württemberg arbeiten 270 von weltweit 310 Mitarbeitern. Charakteristisch für WERMA ist die „integrierte Fabrik“. Hierzu gehören die Vorfertigung, die Kunststofffertigung, die Elektronikbestückung und die Montage. Bei schnell wachsenden Stückzahlen und einer sehr großen Variantenvielfalt von über 3.500 Produkten werden höchste Ansprüche an Montage und Logistik gestellt.

15 Jahre nachdem Ingenics für WERMA das Fertigwarenlager optimiert hatte, konnte sich das Beratungsunternehmen im „Casting“ der eingeladenen Dienstleister erneut durchsetzen. Diesmal ging es um eine Fabrikerweiterungsmaßnahme, die infolge des dynamischen Wachstums unausweichlich geworden war. Das Management legte Wert darauf, gründlich zu planen, die Bedarfe genau zu ermitteln und die Zielprozesse entsprechend zu optimieren. Ab 2012 erarbeiteten der Fertigungsleiter, Projektleiter Neubau und Prokurist Erich Martin gemeinsam mit Ingenics (bottom-up über die Analyse der Produktion und die Ermittlung der Potenziale) das Szenario „Fabrik 2022“. Wie damals geplant, wurde vier Jahre später eine neue Produktionshalle in Betrieb genommen.

Aus dem Bereich Fabrik- und Produktionsplanung der Ingenics AG waren in der ersten Phase der Generalentwicklungsplanung Project Director Andreas Ott und die Projektmanagerin Andrea Zolota involviert. Als klar war, dass ein Neubau in anspruchsvoller zeitgemäßer Industriearchitektur zu entwickeln war, übernahm ein Kollege, der selbst ein Architekturstudium abgeschlossen hat, die Projektleitung. Nach der detaillierten Generalplanung mit einer systematischen Produktions-, Wertstrom- und Materialflussanalyse, in deren Rahmen alle wertschöpfenden Elemente einschließlich der Durchlaufzeiten berücksichtigt und gleichzeitig die strategischen Handlungsfelder definiert wurden, konnten das Idealbild entworfen und in einem Workshop die Zielvarianten definiert werden.

„Von der Vorplanung bis heute lief mit Ingenics alles absolut perfekt. Wenn es eine Steigerung von professionell gibt, ist es genau das, die Ingenics Leute denken ans Projekt und nicht an den Folgeauftrag.“
Erich Martin, WERMA Signaltechnik
Fertigungsleiter, Projektleiter Neubau und Prokurist

Das Betriebsgelände bot Platz für eine Neubauvariante, die mit der Entwicklung nach Nordwesten bis an die angrenzende Bundesstraße erschlossen werden konnte. In verschiedenen Szenarien wurden die aktuell benötigten Flächen, der künftige Bedarf an Fachkräften und Maschinen ermittelt. Im ersten Schritt wurden sechs Varianten des Hallenlayouts entwickelt, um sich dann auf zwei Zielvarianten zu fokussieren. Nach der Entscheidung für die schließlich realisierte Variante waren die Eckdaten so konkret, dass man auf einen Wettbewerb verzichten und den Architekten freihändig beauftragen konnte.

Als der erste Teil der 4.100 qm umfassenden neuen Produktionsfläche bezogen wurde, war klar, dass man mit allen Bau- und Umzugsarbeiten hundertprozentig im Zeitplan lag. Nach dem Umzug der Kunststoff-Fertigung Anfang 2016 folgten sukzessive die Montagelinie, die Elektronikfertigung und der Werkzeugbau. Da sich, wie absehbar, mit dem Umzug auch die Materialströme erheblich veränderten, wurden nun die Logistikprozesse optimiert.

Ein bedeutender Aspekt der Planung war die Schaffung einer Raumreserve – natürlich nicht als Resultat einer verschwenderischen Kapazitätsplanung, sondern als ein wichtiger Wechsel auf die Zukunft. Das unterstellte weitere Wachstum bis 2022 kann auf diese Weise aufgefangen werden; selbst die Gebäudetechnik ist für jede denkbare Erweiterung vorbereitet.

Neben dem Bevorratungsgedanken waren es bauästhetische Gründe, die den Ausschlag zugunsten des Neubaus aus einem Guss gaben. Diese Entscheidung ermöglichte letztlich aber auch die Umstellung auf ein modernes Energiemanagement mit einem umfassenden Wärmerückgewinnungskonzept, das die Abwärme aller Prozesse in Neu- und Bestandsbauten optimal nutzt.