Automatisierung in der Fertigung: Fertigungstechnologie, Robotik und MRK wirtschaftlich einsetzen

Automatisierung entscheidet zunehmend über die Zukunftsfähigkeit produzierender Unternehmen – unabhängig von Branche und Betriebsgröße. Sie ist einer der wirkungsvollsten Hebel, um Produktion und Intralogistik langfristig wettbewerbsfähig aufzustellen. Dabei ist die zentrale Frage in der Regel nicht ob, sondern wo und in welchem Grad sie wirtschaftlich tragfähig ist. 

Ingenics Consulting bewertet herstellerneutral, welche Fertigungstechnologie und welcher Automatisierungsgrad zu Ihrer Produktion passen, und begleitet die Umsetzung End-to-End: vom ersten Automatisierungscheck über die technische und wirtschaftliche Bewertung von Automatisierungskonzepten bis hin zur Integration von Robotik und vollautomatischen Fertigungstechnologien.

In welchen Fertigungsbereichen kommt Automatisierung zum Einsatz?

Automatisierungslösungen kommen heute entlang der gesamten Wertschöpfungskette zum Einsatz: in der Fertigung (z.B. Bestückung, Prozessautomatisierung, MRK), Qualitätssicherung (z.B. automatisierte Vermessung, Inline-Kontrolle), sowie Logistik (z.B. AGV/AMR, Fördertechnik, Lagerautomatisierung). 

Automatisierungsstrategie: Warum skalierbare Lösungen ein klares Zielbild brauchen

Beim Einsatz von Automatisierung zeigt sich in vielen Unternehmen ein häufig auftretendes Muster: Anstatt Automatisierungslösungen in ein übergeordnetes Zielbild einzubetten, werden diese vereinzelt und ohne umfassende Systemintegration in der eigenen Fertigung implementiert. Die ausbleibende Effizienzsteigerung ist daher selten ein Technologieproblem.

Pilotanlagen erfüllen ihren Zweck dann als bloßen Machbarkeitsnachweis, lassen sich aber nicht in den Serienbetrieb skalieren – weil wesentliche Voraussetzungen wie Datenverfügbarkeit, Prozessstabilität und Schnittstellenmanagement nicht systematisch mitgedacht wurden. So entstehen vereinzelte Technologieinseln, deren Nutzen lokal begrenzt bleibt und die im Wertstrom keine durchgängige Wirkung entfalten.

Wirtschaftliche Automatisierung:

So lösen wir die zentralen Herausforderungen Ihrer Produktion und Intralogistik

Bereits im Vorfeld einer Investition entscheiden drei Fragen über den späteren Erfolg Ihrer Fertigungsautomatisierung: 

  • Welche Technologien passen zu Produkt, Prozess und Stückzahlen?
  • An welchen konkreten Stellen bringt Automatisierung den größten Nutzen? 
  • Welcher Automatisierungsgrad ist wirtschaftlich tragfähig? 

Wir beantworten diese Fragen im Rahmen einer fundierten Potenzialanalyse (Quick Check) und schaffen so eine belastbare Entscheidungsgrundlage. Aus operativen Herausforderungen werden so konkrete Ansatzpunkte für eine wirtschaftlich tragfähige Automatisierung Ihrer Fertigung.

Engpässe im Materialfluss und der Montage auflösen

Strategisch eingesetzte Automatisierung – z.B. Mensch-Roboter-Kollaboration(MRK) in bestehenden Montagelinien oder automatisierte Materialbereitstellung – stabilisiert und optimiert Taktzeiten, reduziert Wechselzeiten und ermöglicht eine planbare Ausbringung.

Fachkräftemangel kompensieren

Autonome Transportsysteme (AGV/AMR) und automatisierte Bestückung entlasten Ihre Belegschaft von repetitiven oder körperlich beanspruchenden Tätigkeiten und verlagern den Personaleinsatz auf wertschöpfende Aufgaben.

Qualität bei wachsender Variantenvielfalt sichern

Automatisierte, robotergestützte Inline-Qualitätskontrollen, die über die gesamte Prozesskette wirken, erkennen Abweichungen frühzeitig und ermöglichen eine wiederholgenaue Fertigung – auch bei steigender Komplexität. Die Ausschussquote sinkt, die Prozessstabilität wird messbar erhöht.

Skalierbarkeit als Investitionssicherheit

Modulare Automatisierungskonzepte wachsen mit Ihren Anforderungen. Anstatt mit einer einmaligen Großinvestition zu starten, ermöglichen flexible Automatisierungslösungen einen schrittweisen Ausbau – beginnend mit Teilautomatisierung bis hin zu verketteten, vollautomatisierten Prozessen. Dadurch bleibt Ihr CAPEX in einem gesunden Verhältnis zu den Stückzahlen.

Insellösungen in ein Gesamtsystem überführen

Durch ein klar definiertes Schnittstellenmanagement und eine integrierte Datenbasis verbinden wir bislang isolierte Lösungen zu einem durchgängigen Wertstrom. So entsteht eine skalierbare Systemarchitektur – das Fundament für Ihre Future Factory.

Investitionsrisiko reduzieren

Eine fundierte Wirtschaftlichkeitsanalyse mit Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung (TCO) und ROI-Berechnung zeigt vor der Investition, welche Fertigungstechnologien sich rechnen – und welche nicht. So vermeiden Sie Fehlallokationen und sichern Investitionsentscheidungen datenbasiert ab.

Die genannten Maßnahmen lassen sich in Unternehmen jeder Größenordnung wirksam einsetzen – entscheidend ist eine fundierte Bewertung im Vorfeld, nicht die Höhe der Investition.

Warum sich der Einstieg in die Automatisierung gerade auch für mittelständische Unternehmen heute mehr denn je lohnt, erfahren Sie in unserem Blog-Beitrag „Mut zur Automatisierung: Warum der Mittelstand jetzt einsteigen sollte".

Vom Bewertungsrahmen zur Technologie-Roadmap: Der richtige Automatisierungsgrad für Ihre Fertigung

Bevor Sie in Robotik, Cobots oder Fördertechnik investieren, entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen eine belastbare Technologie-Roadmap, die sowohl die strategische Zielsetzung als auch die operative Umsetzbarkeit Ihrer Automatisierung sicherstellt.

Sie ist der Kern unserer Beratung – und die Grundlage für einen Stufenplan, der Ihre Automatisierungsschritte sinnvoll aufeinander aufbaut. Hierfür analysieren wir vier zentrale Bereiche:

  1. Beweggründe: Warum wird automatisiert?

    Welche Ziele verfolgen Sie konkret – Steigerung der Ausbringung, Sicherung der Qualität, ergonomische Entlastung, Reaktion auf den Fachkräftemangel oder höhere Flächeneffizienz? Erst die Einordnung dieser Beweggründe macht die Auswahl der passenden Technologie möglich.

  2. Automatisierungsfähigkeit von Produkt und Prozess:

    Hier kommt Design for Automation (DfA) ins Spiel – die konsequente Ausrichtung von Produktgestaltung und Prozessdesign auf wirtschaftliche Automatisierbarkeit. Wir analysieren, ob Ihr Produkt automatisiert montiert und der Fertigungsprozess automatisierungsgerecht geplant werden kann.

  3. Technische Machbarkeitsanalyse:

    Welche Ihrer Prozessschritte – von der Materialzuführung über die Montage bis zur Weiterleitung – lassen sich mit heute verfügbaren Technologien wirtschaftlich abbilden? Wo helfen klassische Industrieroboter, wo Cobots, wo fahrerlose Transportsysteme?

  4. Wirtschaftlichkeit: Lohnt sich die Investition langfristig?

    Eine fundierte Kosten-Nutzen-Analyse betrachtet direkte und indirekte Kosten, prognostizierte Einsparungen und Produktivitätssteigerungen – und berechnet den ROI (z.B. von Robotern) als Entscheidungsbasis.

Automatisierte Fertigungslinie mit mehreren Industrierobotern für präzise und effiziente Produktionsprozesse in der modernen Produktion.

Welche Technologie passt zu welchem Prozess?

Robotik, MRK, AGV und Fördertechnik im Reifegradvergleich

Welche Fertigungstechnologie sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Prozesstyp, der Variantenvielfalt und dem angestrebten Reifegrad ab. Wir ordnen mögliche Technologien in ein fünfstufiges Reifegradmodell ein und zeigen Ihnen transparent und nachvollziehbar auf, welche Lösungen Ihre Anforderungen schon heute zuverlässig erfüllen – und für welche der richtige Zeitpunkt strategisch noch vor Ihnen liegt:

  1. Level 1 – Teilautomatisierung

    Einzelne Arbeitsschritte werden automatisiert, der Mensch bleibt der primäre Akteur. Geringer CAPEX-Einstieg, hohe Flexibilität, schneller Pilot-Charakter.

  2. Level 2 – Vollautomatisierung von Teilprozessen

    Definierte Teilprozesse laufen bereits vollautomatisiert ab, integriert in eine ansonsten manuelle Produktionskette (z.B. bei repetitiven Bestückungs- oder Prüfaufgaben).

  3. Level 3 – Verkettete vollautomatisierte Prozesse

    Mehrere automatisierte Prozessschritte sind miteinander verkettet, auch der Materialtransport zwischen ihnen erfolgt automatisiert. Der Integrationsaufwand steigt – ebenso der wirtschaftliche Hebel.

  4. Level 4 – Flexible Automatisierung

    Cobots, MRK-Lösungen und flexible Fördertechnik sind die tragenden Säulen dieser Stufe und gehen als modulare, rekonfigurierbare Systeme autonom mit Varianten und veränderten Stückzahlen um.

  5. Level 5 – Autonome Produktion

    Die Vision der Future Factory: Durch KI-gestützte Steuerung, selbstlernende Systeme, Predictive Maintenance und digitale Zwillinge läuft die Fertigung vollständig ohne menschliches Eingreifen ab.

Von der Robotik bis zur automatisierten Qualitätssicherung

Fertigungsautomatisierung im Überblick

Industrielle Robotik in Produktion und Montage

Der Einsatz von Industrierobotern eignet sich besonders dort, wo Prozesse stabil und repetitiv sind: automatisierte Bestückung und Qualitätskontrollen, Fügeprozesse sowie Materialhandling zwischen verketteten Anlagen. Die Faustregel: Je höher die Durchsatzrate und je stabiler der Prozess, desto wirtschaftlicher ist der Einsatz von Robotik.

Aber: Das Automatisierungspotenzial ist in der Montage deutlich niedriger als in Fertigungsbereichen wie dem Rohbau oder der Lackierung. Ca. 80 % der Montageprozesse lassen sich heute nur mit hohem Aufwand oder gar nicht automatisieren. Hohe Varianz, biegeschlaffe Bauteile und schwierige Erreichbarkeit setzen klare Grenzen.

Cobots und Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) in der Produktion

Bei einer Mensch-Roboter-Kollaboration arbeiten kollaborative Roboter – sog. Cobots – ohne trennende Schutzeinrichtungen direkt mit Ihren Mitarbeitenden zusammen. Sie übernehmen typischerweise unterstützende Funktionen: das Bestücken einer Maschine, die „dritte Hand" bei der Montage, das Halten schwerer Bauteile in ergonomisch ungünstiger Position. 

Cobots sind insbesondere dann wirtschaftlich attraktiv, wenn Flexibilität und kleine Losgrößen den Einsatz klassischer Roboter unwirtschaftlich machen.

Automatisierte Transporttechnologien: AGV, AMR und Fördertechnik

Innerhalb der Fertigung übernimmt automatisierter Transport zunehmend Aufgaben, die früher manuell oder per Stapler erfolgten. Fahrerlose Transportsysteme (FTS / AGV – automated guided vehicles) folgen definierten Routen, autonome mobile Roboter (AMR – autonomous mobile robots) navigieren flexibel auf Basis von Echtzeitkarten. Beide entlasten die Intralogistik substanziell und reduzieren den Personaleinsatz im innerbetrieblichen Warentransport. 

Klassische Hängewarenlager sowie Boden- und Deckenfördersysteme bleiben hingegen dort relevant, wo feste Routen vorliegen und der Durchsatz im Vordergrund steht. Welche Lösung passt, hängt vom Materialflussdesign und der Layout-Logik ab – ein Aspekt, der in der vorgelagerten Materialflussplanung entschieden wird.

Qualitätssicherung durch Automatisierung

Automatisierte, robotergestützte Qualitätskontrollen entfalten ihre Wirkung dort, wo manuelle Prüfung an Ihre Grenzen kommt: bei hohen Stückzahlen, stark repetitiven Montageprozessen oder sicherheitsrelevanten Merkmalen. 

Durch die automatisierte Vermessung von Spaltmaßen, optische Oberflächenkontrollen und Inline-Prüfungen können Abweichungen frühzeitig und über die gesamte Prozesskette hinweg erkannt werden – was zu deutlich reduzierten Ausschussraten beiträgt.

Cobots verbinden zwei Vorteile, die Unternehmen heute gleichermaßen brauchen: hohe Investitionseffizienz und eine spürbare Entlastung der Mitarbeitenden. Gerade bei hoher Variantenvielfalt und kleinen Losgrößen sind sie eine der wirkungsvollsten Automatisierungslösungen – wirtschaftlich tragfähig und ergonomisch sinnvoll zugleich.

Steffen Soyez
Project Director, Ingenics Consulting

Stufenplan zur digitalen Fabrik: Vom Automatisierungscheck bis zur Inbetriebnahme

Eine fundierte Bewertung schafft die Entscheidungsgrundlage – die Umsetzung entscheidet über die nachhaltige Wirkung. Ingenics Consulting begleitet Ihr Automatisierungsvorhaben in fünf klar definierten Phasen, vom ersten Quick Check bis zur Endabnahme:

  1. Phase 1: Automatisierungscheck vor Ort

    Im ersten Schritt verschaffen wir uns ein präzises Bild Ihrer Produktion und Intralogistik (Workshop und Begehung vor Ort). Anhand strukturierter Kriterien – Prozess, Bauteil, Ergonomie, Materialbereitstellung, Arbeitszeitmodell, Kosten – identifizieren und priorisieren wir die größten Potenzialgeber. 
    Das Ergebnis: eine klare Übersicht der wirksamsten Handlungsfelder als Grundlage für alle weiteren Schritte.

  2. Phase 2: Automatisierungskonzept

    Auf Basis der priorisierten Potenziale entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen das Zielbild Ihrer Automatisierung. In dieser Phase erfolgt die Auswahl der passenden Robotik- und Automatisierungstechnik, die Arbeitsaufteilung zwischen Mensch und Maschine sowie die Erstellung von Konzeptsteckbriefen mit klarer ROI-Perspektive, als Grundlage für die nachfolgende Detailplanung

  3. Phase 3: Detailplanung & Risikominimierung

    Das Konzept wird im nächsten Schritt fein ausgeplant: Wir definieren Prozesse und Layout, planen IT-Integration, Infrastruktur und Systemlandschaft sowie den Terminplan. Am Ende liegt eine vollständig abgestimmte Detailplanung vor, die als verlässliche Grundlage für Ausschreibungen dient.

  4. Phase 4: Ausschreibung und Vergabe

    In der vierten Phase übernehmen wir die Erstellung der Lastenhefte und Ausschreibungsunterlagen, den technischen Angebotsvergleich sowie die Auswahl geeigneter Lieferanten und Partner. Auf Basis transparenter Bewertungskriterien sprechen wir eine Vergabeempfehlung aus und begleiten Sie bis zur erfolgreichen Beauftragung.

  5. Phase 5: Umsetzung, Integration und Inbetriebnahme

    In der finalen Phase steuern wir die Realisierung Ihres Automatisierungsvorhabens: Wir begleiten die Konstruktions- und Fertigungsphase. 

    Baustellenmanagement, Tracking von Terminen und Kosten, Mängelbearbeitung, Leistungstest und Endabnahme sind dabei genauso integraler Bestandteil wie die Betreiberschulung und Schulung der Instandhaltung. Am Ende übergeben wir Ihnen eine betriebsbereite Anlage, die vom ersten Tag an wirtschaftlich produziert.

Durch die konsequente Orchestrierung aller Schnittstellen zwischen Lieferanten, IT, Bau, Logistik und Betreiber sorgen wir dafür, dass Ihre Investition nicht nur konzeptionell überzeugt, sondern auch im Tagesbetrieb hält, was sie verspricht.

Steffen Soyez
Project Director, Ingenics Consulting

Wie sich Automatisierung für Ihr Unternehmen auszahlt

Strategisch begleitete Automatisierung wirkt messbar – nicht durch Fertigungstechnologie allein, sondern durch die Verbindung von Technologieauswahl, klarer Prozessgestaltung und integrierter Datenbasis. In unseren Projekten zur Fertigungsautomatisierung kann man grob mit folgenden Ergebnissen rechnen:

  1. Reduktion manueller Tätigkeiten

    -30 %

  2. Steigerung der Anlageneffektivität (OEE)

    +10–15 %

  3. Reduktion der Ausschussquote

    –10 %

  4. Reduktion Personaleinsatz Intralogistik

    –15 %

  5. Durchlaufzeitreduzierung

    –5 %

  6. Reduktion des Flächenbedarfs

    –5 %

  7. Steigerung des Automatisierungsgrades

    +10 %

Wer Automatisierung als Insellösung aufsetzt, erreicht nur einen Bruchteil dieser Effekte – wer sie strategisch in eine Technologie-Roadmap einbettet, steigert die Wirtschaftlichkeit seiner gesamten Fertigung.

Steffen Soyez
Project Director, Ingenics Consulting

Von der ersten Automatisierung über die Smart Automation zur Smart Factory: Nur mit integrierter Datenbasis

Die Transformation zur digitalen Fabrik der Zukunft bzw. Smart Factory wird häufig als reines Technologie-Thema verstanden – tatsächlich ist sie ein Integrationsthema. Wer Automatisierung dauerhaft skalieren will, braucht zuerst Echtzeitdaten, vernetzte Systeme und ein klares Reifegrad-Verständnis. Die Technologie folgt im Anschluss.

Was bedeutet Smart Automation?

Wir verstehen unter Smart Automation die intelligente Automatisierung von Prozessen durch das Zusammenspiel von Daten und Künstlicher Intelligenz. Sie nutzt diese, um Entscheidungen nicht nur auszuführen, sondern aktiv zu verbessern. Durch Echtzeit-Analysen können Abläufe sofort gesteuert, angepasst und optimiert werden. Im Kern stehen dabei selbstlernende Systeme, die aus Erfahrungen kontinuierlich besser werden. So ermöglicht Smart Automation eine proaktive Optimierung, bestenfalls noch bevor Probleme entstehen. Unternehmen profitieren außerdem von einer schnellen Anpassung an Varianten und anderweitige Veränderungen.

Es gilt: Systeme lernen, entscheiden und optimieren sich selbstständig – mit dem Ziel, Reaktionszeiten zu verkürzen, Prozesse nachhaltig zu verbessern und so die Effizienz zu steigern.

Der Weg zur intelligenten Fabrik mit Smart Automation verläuft dann in vier inkrementellen Stufen: 

  • Stufe 1: Transparente Fabrik (Standardisierung, KPIs, Business Intelligence)
  • Stufe 2: Reaktionsfähige Fabrik (algorithmische Planung, Echtzeit-Informationen)
  • Stufe 3: Prädiktive Fabrik (Vorhersage, Simulation, Predictive Maintenance)
  • Stufe 4: Intelligente Fabrik (autonome Systeme, selbstlernende Algorithmen, digitale Assistenten)

Jede Stufe baut auf der vorhergehenden auf – Smart Automation entsteht erst dann, wenn Strategie, Prozess, Mensch und Technologie dabei von Anfang an systematisch miteinander verbunden werden.

Der Vorteil einer integrierten Smart Factory liegt im Zusammenspiel mehrerer Effekte: Automatisierungslösungen lassen sich nahtlos skalieren und an veränderte Marktanforderungen anpassen, Engpässe im Materialfluss werden frühzeitig erkannt und proaktiv aufgelöst, Investitionsentscheidungen erfolgen auf Basis belastbarer Echtzeitdaten statt vergangener Erfahrungswerte. 

So entsteht eine Fertigung, die nicht nur effizient produziert, sondern dauerhaft anpassungsfähig bleibt – die zentrale Voraussetzung für Ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit.

Wie wir Sie auf diesem Weg ganzheitlich begleiten, erfahren Sie in unserem Leistungsbereich Digitale Produktion und neue Technologien.

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Ihr Einstieg in eine wirtschaftlich tragfähige Automatisierung

Als Unternehmensberatung für Produktion mit über 45 Jahren Erfahrung verbinden wir strategische Bewertung mit operativer Realisierung – End-to-End, vom ersten Quick Check bis zur betriebsbereiten Anlage. Unser interdisziplinäres Team begleitet Sie technologieindividuell und herstellerneutral, mit Best-Practice-Wissen aus über 10.000 erfolgreich abgeschlossenen Projekten in der Automobilindustrie, Maschinenbau, Aerospace, Großmotorenfertigung und weiteren Industrien.

Die Automatisierung Ihrer Fertigung ist eng mit weiteren Bausteinen einer effizienten Produktion verzahnt. In folgenden Leistungsbereichen erfahren Sie, wie wir Sie ganzheitlich unterstützen:

Weiterführende Informationen zu Fertigungstechnologie und Automatisierung

Luftaufnahme eines großflächigen Produktionswerks mit Fabrikhallen und Logistikbereichen als Beispiel für moderne Fabrikplanung.

Fabrikplanung

Ob Automatisierung im Brownfield oder Greenfield - jede Entscheidung entsteht im Kontext des übergreifenden Fabrikkonzepts.

Produktionskonzepte

Wer Automatisierung wirtschaftlich bewerten will, braucht ein tragfähiges Produktionskonzept als Ausgangspunkt.

Autonome Transportfahrzeuge bewegen Waren durch ein Hochregallager mit automatisierten Logistikprozessen.

Materialflussdesign

Nutzen Sie professionelles Inventory Management zur kurzfristigen Absicherung Ihrer Lieferfähigkeit, ohne langfristig unnötig Kapital zu binden.

Flugzeugsektion in einer Produktionshalle während der Montage und Integration von Komponenten im Luftfahrzeugbau.

Industrial Engineering

Wenn Roboter monotone und ergonomisch belastende Tätigkeiten übernehmen, verändert das, wie Arbeitsplätze gestaltet werden müssen.

Ob Sie einzelne Potenziale heben oder eine umfassende Strategie für Ihre Fertigungsautomatisierung entwickeln möchten – wir bestimmen transparent und zukunftsweisend, welcher Automatisierungsgrad und welche Technologien den größten wirtschaftlichen Nutzen bringen.

Steffen Soyez
Project Director, Ingenics Consulting

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Steffen Soyez
Steffen Soyez

FAQ - Häufig gestellte Fragen zu Fertigungstechnologie und Automatisierung

Wann lassen sich humanoide Roboter in der Produktion sinnvoll einsetzen?

Humanoide Roboter sind in der Fertigung derzeit noch nicht wirtschaftlich einsetzbar. Aktuell befindet sich diese Technik in einer frühen Entwicklungsphase, in der zunächst Trainingsdaten zu realistischen Fertigungsprozessen gesammelt werden müssen. Wer heute investieren möchte, baut daher sinnvollerweise zunächst die Datenbasis auf und nutzt bereits erprobte Technologien wie Cobots und Industrierobotik. Sobald humanoide Systeme den Sprung in die Serie schaffen, begleiten wir Sie selbstverständlich auch bei diesem nächsten Schritt Ihrer Automatisierungsstrategie.

Lohnt sich Automatisierung auch bei hoher Variantenvielfalt und kleinen Losgrößen?

Ja – allerdings nicht in jeder Form. Eine verkettete Vollautomatisierung lohnt sich erst bei stabilen Prozessen und hohen Stückzahlen. Bei hoher Variantenvielfalt und kleinen Losgrößen sind flexible Automatisierungslösungen sinnvoller: Cobots, modulare Systeme, MRK-Anwendungen und rekonfigurierbare Fördertechnik.

Wie automatisiere ich in bestehenden Hallen (Brownfield) ohne Produktionsstillstand?

Bei einer Brownfield-Automatisierung sind drei Faktoren entscheidend: ein klarer Stufenplan zur digitalen Fabrik mit Potenzialanalyse, eine durchgeplante Umbau-Choreografie bei laufendem Produktionsbetrieb sowie ein konsequentes Lieferanten- und Schnittstellenmanagement zwischen ERP-Systemen und automatisierter Fertigung. Die Technologie selbst ist dabei selten der Engpass, sondern die Orchestrierung der parallelen Bau-, IT- und Produktionsaktivitäten. Unser fünfstufiges Vorgehen vom Automatisierungscheck bis zur Endabnahme ist auf diese Herausforderung ausgelegt.

Was bedeutet Design for Automation (DfA) und warum ist es vor jeder Investition relevant?

Design for Automation bedeutet, ein Produkt bereits in der Konzeptphase so zu gestalten, dass es zu einem ggf. späteren Zeitpunkt automatisiert montiert werden kann. Wer Bauteilgeometrie, Toleranzen, Greifbarkeit und Fügbarkeit vor der Investitionsentscheidung auf DfA-Tauglichkeit prüft, vermeidet, dass eine Automatisierungslösung später an Konstruktionsdetails scheitert. DfA wird in der Praxis häufig unterschätzt – obwohl sie über die Wirtschaftlichkeit einer Automatisierung mitentscheidet.

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