In vielen Organisationen sind Fertigungsstrukturen historisch gewachsen. Kommt es beispielsweise zu Kapazitätsspitzen oder Engpässen, wird häufig reaktiv eine Entscheidung für Fremdvergabe getroffen.
Doch ein solcher Ansatz birgt Gefahren: Er vernachlässigt die Neubewertung der langfristig, strategischen (Neu-)Ausrichtung und führt so zu riskanter Fehlallokation von Kapital. Denn während viele glauben, Outsourcing sei grundsätzlich günstiger als Insourcing, führen fehlende Risikoanalysen oft zu versteckten Mehrkosten. Ebenso kaschieren hohe Bestände häufig strukturelle Defizite, statt nachhaltige Lieferfähigkeit zu garantieren.
Wer die Wahl zwischen Eigenfertigung und Fremdvergabe auf einen reinen Preisvergleich reduziert, ignoriert kritische Blind Spots in der Wertschöpfungskette: