Performance Management: Produktivitätssteigerung durch Transparenz, Steuerung und Führung

Steigende Datenmengen, detailliertere Reportings – und dennoch sinkt die Steuerungsfähigkeit innerhalb Ihres Unternehmens? 

Der Grund dafür liegt oftmals in einer strukturellen Lücke zwischen Messung und Steuerung: In vielen Produktionen ist über Jahre ein detailliertes Kennzahlensystem aufgebaut worden, in dem zwar jede Kennzahl für sich sinnvoll eingeführt, aber nie als System konsolidiert wurde. Dashboards bilden jede Abweichung ab, Performance-Meetings sind fest etablierter Bestandteil des Managements. 

Dennoch führt diese Transparenz nicht zu schnelleren Entscheidungen oder besseren Ergebnissen. Warum? Weil KPIs erhoben werden, ohne dass diese Steuerungs- oder Entscheidungskonsequenzen aufzeigen.

Mit wirksamem Performance Management schließen wir die Lücke zwischen Kennzahlen und konsequenter Steuerung.

Wir setzen es als aktives Führungs- und Steuerungssystem ein, das strategische Ziele, operative Kennzahlen und Führungsverantwortung über alle Ebenen hinweg bis auf den Shopfloor verbindet. Aus einer Sammlung von KPIs entsteht so ein durchgängiges System, das die Handlungsfähigkeit Ihres Unternehmens erhöht, Ihre Entscheidungen absichert und Produktivitätssteigerung auf dem Shopfloor ermöglicht.

Welche Vorteile bietet Performance Management in der Produktion?

Performance Management leitet die Kennzahlen jeder Ebene aus einem gemeinsamen Zielbild ab. So arbeiten Werksleitung und Shopfloor mit demselben verknüpften Kennzahlensystem, erkennen Abweichungen sofort und steuern gezielt nach – das steigert die Produktivität, OEE und reduziert Durchlaufzeiten.

Wie aus Ihrem Kennzahlensystem echte Steuerung wird

Wie aus Ihrem Kennzahlensystem echte Steuerung wird

Ein Kennzahlensystem führt dann zu mehr Effizienz, wenn es nicht nur berichtet, sondern steuert. Genau dieses Verständnis bringen wir mit: Wir analysieren Ihr bestehendes System und zeigen Ihnen, wie Sie es so managen, dass aus reinem Berichtswesen eine echte Steuerungsfunktion wird – von der Management-Ebene bis auf den Shopfloor.

Dabei muss jede Ebene genau die Kennzahlen erhalten, die tatsächlich für ihre Steuerung notwendig sind. Ebenso wichtig ist, was bewusst wegfällt: Wir zeigen Ihnen, auf welche Kennzahlen Sie verzichten können oder welche Sie idealerweise gar nicht erst einführen. So befasst sich Ihr Team im Shopfloor-Meeting nur noch mit den Größen, die für die Steuerung des Tages wirklich zählen.

Wie wir Performance Management als durchgängiges Steuerungssystem etablieren

Ein Performance Management-System ist dann erfolgreich, wenn es die Ableitung der Ziele aus der Unternehmens- und Operations Strategy (Top-down) sowie die Rückkopplung der realen Shopfloor-Leistung (Bottom-up) miteinander verbindet.

Performance Management und Steuerungssystem sind dabei eng verbundene Leistungsfelder: Das Performance Management erfasst die richtigen Kennzahlen – etwa die Auslastung einer Fertigungslinie –, während das Steuerungssystem daraus eine konkrete Reaktion ableitet.

Die Etablierung eines effizienten Performance Managements kann auf zwei Wegen erfolgen: Wir entwickeln ein Kennzahlensystem entweder völlig neu, oder revitalisieren ein bereits vorhandenes, indem wir prüfen, ob das, was täglich im Unternehmen gemessen wird, tatsächlich trägt.

Vom Ist-System zur durchgängigen Steuerungslogik

Zu Beginn prüfen wir die Durchgängigkeit und Vollständigkeit Ihres bestehenden Systems in beide Richtungen: Wir analysieren die strukturelle Integrität des Kennzahlensystems – also seine Passung zur Produktionsstruktur und organisatorischen Struktur – und gleichen diese im Sinne eines Outside-in-Views mit Best-in-Class-Performance-Systemen als Gap-Analysis ab.

Hierdurch werden resultierende Deltas und Optimierungsansätze sichtbar. Sie bilden die Grundlage für eine durchgängige Steuerungslogik, die Strategie und operative Umsetzung zusammenführt und über alle Ebenen mit einer einheitlichen Ziel- und KPI-Logik verknüpft und absichert.

Was unterscheidet Performance Management von klassischem Reporting?

Performance Management ist ein aktives Führungsinstrument, in dem nur die für die Steuerung relevanten KPIs gemessen und analysiert werden. 

Steigern Sie Ihre Produktivität mit einem Partner, der Strategie und Shopfloor synergetisch verbindet

Ob Zielkaskadierung über alle Ebenen oder die Optimierung Ihrer KPIs zu einem verlässlichen Kennzahlensystem: Wir bieten Ihnen eine nachhaltige und transparente End-to-End-Sicht über Wertschöpfung und Organisation, sowie einen Ursachen- statt Pauschalansatz, der die wahren Treiber hinter Abweichungen innerhalb Ihrer Produktion adressiert.

Als herstellerneutraler Partner mit über 45 Jahren Erfahrung greifen wir dafür auf belastbare Benchmark-Kennzahlen aus realen Projekten unterschiedlicher Unternehmensgrößen und Produktionssparten zurück. Auf dieser Basis entwickeln wir ein Performance-Management-System, das nachweislich die Produktivität, Anlageneffizienz, Durchlaufzeit und Prozesse Ihres Unternehmens verbessert.

 

Viele Unternehmen unterschätzen, wie viel Potenzial in ihren bereits vorhandenen Kennzahlen steckt. Mit einer Gap-Analyse zeigen wir Ihnen, wo dieses Potenzial liegt und wie wir daraus die entsprechenden Hebel für Ihre Produktion ableiten.

Alexander Gottwald
Associate Partner, Ingenics Consulting
Person erläutert Kennzahlen und Diagramme auf einem digitalen Dashboard während einer Geschäftspräsentation.

Kennzahlen & KPIs

Kennzahlen & KPIs

Die richtigen Kennzahlen für jede Ebene: KPI-Governance und Kennzahlenkaskadierung

Wirksame Steuerung beginnt mit einer Reduktion auf die Kennzahlen bzw. KPIs, die auf der jeweiligen Ebene tatsächlich eine Entscheidung auslösen.

Dafür werden übergeordnete Ziele über eine konsequente Kennzahlenkaskadierung in operative Treiber übersetzt: Aus strategischen Zielgrößen auf Werks- und Unternehmensebene werden Bereichsziele und schließlich konkrete Stellgrößen auf dem Shopfloor. Durch eine klare KPI-Governance wird Durchgängigkeit und Verantwortung in allen Unternehmensebenen geschaffen. Resultierende, etablierte Kennzahlen ermöglichen so eine standortübergreifende Steuerung und ein belastbares Benchmarking.

  1. Kennzahlenoptimierung für die Werks- und Strategieebene

    Auf der obersten Ebene zählen aggregierte Zielgrößen, die den Beitrag der Produktion zum Unternehmensergebnis abbilden, z.B. Produktivität, Gesamtanlageneffizienz im Werksdurchschnitt oder die Einhaltung übergeordneter Liefer- und Qualitätsziele. Sie verbinden die Operations Strategy mit der Unternehmensstrategie und bilden so den Rahmen, in den sich alle nachgelagerten Kennzahlen einordnen.

  2. Kennzahlenoptimierung für die Bereichs- und Abteilungsebene

    Hier werden die übergeordneten Ziele in konkrete, steuerbare Treiber übertragen: Auslastung, Durchlaufzeit, Ausbringung und Qualitätskennzahlen je Bereich. Diese Ebene ist das Scharnier zwischen Strategie und Tagesgeschäft. Sie macht sichtbar, an welcher Stelle ein übergeordnetes Ziel ggf. verfehlt werden könnte, und ermöglicht gezieltes Gegensteuern, bevor sich Abweichungen kumulieren.

  3. Kennzahlenoptimierung auf dem Shopfloor

    Hier zählen wenige, unmittelbar beeinflussbare Größen, die in Echtzeit verfügbar sein müssen und direkt in die tägliche Regelkommunikation einfließen. Entscheidend ist, dass jede Kennzahl mit einer klaren Handlungslogik verknüpft ist: So erkennt die Führungskraft auf dem Shopfloor nicht nur das Vorliegen einer Abweichung, sondern weiß auch, welcher nächste Schritt daraus erfolgen muss.

Mit Performance Management gezielt Produktivität, OEE und Durchlaufzeit optimieren

Ein durchgängiges Performance Management System zeigt seine Wirkung in messbar verbesserten KPIs: Sobald Abweichungen durch Echtzeitdaten sichtbar werden und mit Verantwortlichkeiten hinterlegt sind, verkürzt sich der Regelkreis aus Erkennen, Entscheiden und Handeln. Das erhöht die Produktivität, verbessert die Gesamtanlageneffizienz (en.: Overall Equipment Effectiveness; OEE) und senkt Durchlaufzeiten.

Durch die Etablierung eines durchgängigen und transparenten Performance Managements realisieren wir für unsere Kunden typischerweise folgende Ergebnisse:

  1. Produktivitätssteigerung: +15–20 %
  2. Steigerung der OEE: +10–15 %
  3. Reduktion der Durchlaufzeit: 15–20 %
  4. Höhere Transparenz im Reporting
  5. Klare Ableitung notwendiger Maßnahmen & Stellhebel
  6. Deutlich verbesserte Steuerung und Führung
  7. Feste Zuteilung von Verantwortlichkeiten

Diese Verbesserungen sind das Ergebnis eines veränderten Führungssystems, das Zuständigkeiten klar definiert und mit Daten in Echtzeit verbindet.

Die größten Produktivitätssprünge entstehen nicht durch neue KPIs, sondern durch Konsequenz im Umgang mit den bereits bestehenden. Wer eine Abweichung in Echtzeit sieht und sofort weiß, wie darauf reagiert werden muss, gewinnt jeden Tag Stunden zurück, die vorher in der Klärung versickert sind.

Alexander Gottwald
Associate Partner, Ingenics Consulting

Abweichungsmanagement: Warum Kennzahlen an Verantwortung gekoppelt werden müssen

KPIs führen dann zu einer nachhaltigen Verbesserung, wenn sie an eine Führungsverantwortung gekoppelt sind. Wirksames Performance Management verbindet deshalb jede relevante Kennzahl mit einer klaren Rolle und macht das Abweichungsmanagement zum festen Bestandteil Ihrer Führungskultur.

Datengetriebene Führung bedeutet, dass jede Zahl einen konkreten Adressaten hat, und dass dieser Adressat dazu befähigt wird, daraus die richtige Maßnahme abzuleiten.

Alexander Gottwald
Associate Partner, Ingenics Consulting

Vom Status zur Entscheidung: KPIs und PDCA-Zyklus

Konkret heißt das: Statusmeetings werden zu Entscheidungsformaten. Ihre Führungsebene folgt so einem konsequenten PDCA-Zyklus (Plan → Do → Check → Act), was direkt die OEE stabilisiert; Liegezeiten minimiert und die Durchlaufzeit sinkt signifikant.

Diese Verkettung – von der initialen Information bis zur Umsetzung – ist der eigentliche Kern datengetriebener Führung. Sie benötigt ein Commitment des Managements, welches das Performance-System nicht als bloßes Kontrollwerkzeug sieht, sondern als Unterstützung ihrer Führung versteht.

Effiziente Digitalisierung von Shopfloor-Prozessen

Damit sich die Digitalisierung von Shopfloor-Prozessen nachhaltig auf die Effizienzsteigerung in Ihrer Produktion auswirkt, müssen vor allem die richtigen Steuerungs-KPIs für die tägliche Operations-Steuerung entwickelt werden. Wenn diese im Anschluss über digitale Shopfloor-Boards automatisiert und in Echtzeit bereitgestellt werden, entfällt nicht nur die manuelle Datenpflege, sondern auch Abweichungen werden sofort sichtbar. Die Auswahl der Digitalisierungs-Tools folgt dabei stets der Steuerungslogik – zuerst wird festgelegt, was gesteuert werden soll, dann folgt das passende System.

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Alexander Gottwald
Alexander Gottwald
Associate Partner

FAQ - Performance Management in der Produktion

Welche KPIs braucht eine Produktion wirklich?

Entscheidend ist die Etablierung der richtigen Kennzahlen mit Steuerungsrelevanz. Hohe Datenqualität – schnelle resultierende Reaktionsfähigkeit. Egal ob Produktivität, OEE oder Durchlaufzeit, über eine Kennzahlenkaskadierung werden diese aus den Unternehmenszielen abgeleitet, sodass jede Ebene genau die Größen erhält, die sie selbst beeinflussen kann.

Wie gelingt die Zielkaskadierung von der Strategie bis auf den Shopfloor?

Die Kaskadierung erfolgt über ein durchgängiges Kennzahlensystem (z.B. mittels Hoshin Kanri), das strategische Ziele systematisch auf alle Ebenen strukturiert. Dabei werden Top-Management-Ziele (EBIT, Marktanteile) in operative Treiber (OEE, Durchlaufzeit, Qualität) übersetzt. Entscheidend ist, dass jeder Mitarbeitende auf dem Shopfloor versteht, wie die eigene tägliche Leistung die übergeordnete Strategie beeinflusst. Wir nennen das "Kennzahlenkaskadierung mit Sinnstiftung”.

Wie unterstützt Digitalisierung ein modernes Performance Management System?

Digitalisierung ist der Prozessbeschleuniger im Managing der täglichen Operations auf dem Shopfloor und der Enabler für Transparenz. Durch automatisierte Datenverfügbarkeit entfällt die manuelle Datenpflege. Digitale Boards und KPI-Systeme erlauben zudem eine standortübergreifende Vergleichbarkeit und schaffen die Basis für eine vorausschauende Steuerung statt reinem Krisenmanagement.

Warum wirken unsere KPIs nicht?

Häufig liegt es nicht an den Kennzahlen selbst, sondern an einer fehlenden Kopplung zwischen Zahl und Handlung. Wirkung entsteht erst, wenn jede relevante KPI mit einer klaren Rolle verknüpft und über Abweichungsmanagement in Entscheidungen überführt wird.

Warum scheitern viele Performance-Management-Systeme in der Praxis?

Das Hauptproblem ist selten die Technik, sondern eine fehlende Führungskultur oder mangelndes Management Commitment. Deshalb etablieren wir KPI-Systeme mit klaren Rollen und Verantwortlichkeiten, einer gelebten Fehlerkultur im Abweichungsmanagement und der Befähigung Ihrer Führungskräfte (Leadership Excellence), Daten als Entscheidungsgrundlage zu nutzen. Dabei ist es uns möglich, sowohl bestehende Steuerungssysteme zu revitalisieren als auch neue Systeme zu entwickeln, die exakt an den Anforderungen Ihres Unternehmens ausgerichtet werden.

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