Zero Emission Company

Wie Sie Ihr Unternehmen in Richtung Dekarbonisierung führen

Warum brauchen produzierende Unternehmen eine Nachhaltigkeitsstrategie?

Was ist eine Zero Emission Company?

Eine Zero Emission Company ist ein Unternehmen, das rundum treibhausgasneutral wirtschaftet. Es realisiert also einen neutralen  CO2-Fußabdruck und leistet keinen Beitrag mehr zum menschengemachten Klimawandel. Um dieses Ziel zu realisieren, müssen Sie allerdings nicht nur den reinen  CO2-Ausstoß betrachten, sondern auch alle weiteren Treibhausgas (THG)-Emissionen.

Der Produktion vorgelagert ist die Lieferkette. Ihr Anteil an der Treibhausgasbilanz nimmt insbesondere in der Automobilindustrie kontinuierlich zu. Die Bereiche Fabrik und Produkt beziehen sich hingegen auf Emissionen, die Organisationen unmittelbar selbst verursachen, z. B. durch den Einsatz ihrer stationären und mobilen Anlagen oder chemischen Prozesse.

Der Weg in Richtung Zero Emission Company ist für Unternehmen eine große Herausforderung. In der Industrie sind dafür drei Handlungsfelder entscheidend:

  • Nachhaltige Lieferkette (Green Supply Chain)
  • Grüne Fabrik (Green Factory)
  • Nachhaltiges Produkt (Green Product)

Wie entwickeln produzierende Unternehmen eine Nachhaltigkeitsstrategie?

Die Bandbreite effektiver Maßnahmen zur Dekarbonisierung erstreckt sich über alle diese Dimensionen. Welche Lösungen zu Ihrem Unternehmen passen, lässt sich nicht pauschal sagen. Dafür müssen Sie zunächst Ihren Status quo analysieren und darauf aufbauend eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickeln, die zu den Anforderungen Ihrer Organisation passt. 

Relevant sind dabei u. a. folgende Fragen:

  • Welche Nachhaltigkeitsziele wollen und können Sie erreichen? 
  • Wie ist Ihr THG-Fußabdruck ausgestaltet? 
  • Welche Einsparpotenziale ergeben sich daraus? 
  • Welche Dekarbonisierungs-Strategien und -Maßnahmen braucht es, um diese Potenziale zu schöpfen?  
  • Wie bleibt Ihr Business Case auf der Roadmap zur Zero Emission im Fokus?  

Diese drei Handlungsfelder in der Industrie sind für Ihre Zero Emission Company entscheidend:

1. Green Supply Chain

Industrielle Produkte sind ohne globale Lieferketten nicht mehr denkbar. Selbst wenn Ihre Supply Chain bereits effizient und zeitlich optimiert ist, tragen Warentransporte doch wesentlich zum globalen Carbon Footprint bei. Wenn Ihr Unternehmen seine Ziele hinsichtlich Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung erreichen will, muss es daher auch die gesamte Lieferkette analysieren.

Eine nachhaltige Lieferkette erfordert zwei Fokuspunkte. Zum einen geht es bei der Betrachtung der Supply Chain um die Transportwege. Zum anderen müssen Sie den THG-Fußabdruck bei der Herstellung (und damit auch Design- und Konstruktionsprinzipien) der für Ihre Produktion relevanten Komponenten analysieren.

Nur wer die Optimierung der Treibhausgasemissionen der Kaufteile effizient steuert, kann das Ziel einer Zero Emission Company erreichen. Das ist die Basis für Markt- und Wettbewerbsvorteile.

Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige Lieferkette:

  • Nachhaltige Konstruktion: THG-optimiertes Design 
  • Sauber produziert: THG-Fußabdruck der Kaufteile 
  • Nachhaltige Wege: THG-Reduzierung in der Lieferkette 
  • Faire Arbeitsbedingungen: Lieferkettengesetz 

2. Green Factory

Eine treibhausgasneutrale Produktionsstätte – auch grüne Fabrik genannt – kombiniert ökologisch sinnvolle Prozesse und neueste Technologien mit der Arbeitswelt der Zukunft. Charakteristisch für die Green Factory sind u. a. eine hohe Ressourcen- und Energieeffizienz sowie eine wandlungsfähige Auslegung, durch die die grüne Fabrik über ihren gesamten Lebenszyklus anpassungsfähig und zukunftsrobust bleibt.  

Sowohl die Fabrik als auch die laufende Produktion müssen in die nachhaltige Kreislaufwirtschaft der Stoff- und Energieströme integriert sein. Lean und digital sind dabei wesentliche Voraussetzungen für die notwendige Transparenz – unter anderem für das Energiemanagement sowie die intelligente Steuerung von Produktions- und Energieflexibilität.

Green Factory


3. Green Product

Im Jahre 2021 fiel der „Earth Overshoot Day“ auf den 29. Juli. An diesem Tag hat die Menschheit alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die die Erde in einem Jahr wiederherstellen kann. Daran zeigt sich, wie wichtig neue Strategien für den Umgang mit Ressourcen auf dem Weg zur Zero Emission Company sind. Dies betrifft insbesondere die Reduzierung der Treibhausgasemissionen der Produkte.

Relevant für die Betrachtung sind hier sowohl die Benutzung als auch die Entsorgung beziehungsweise Weiterverwertung des Produktes. Verantwortungsbewusste Hersteller integrieren diese Aspekte in ihre Nachhaltigkeitsstrategie und entwickeln ihr Geschäftsmodell bis zu einer Kreislaufwirtschaft und treibhausgasneutralen Produktion weiter.

 Ziel einer Kreislaufwirtschaft ist, wirtschaftliche Aktivitäten vom Verbrauch der Materialien und Energie zu entkoppeln. Auf diese Weise entwickeln sich geschlossene Kreisläufe, die Abfälle minimieren bzw. vermeiden und in denen die eingesetzten Ressourcen so ausgiebig wie möglich verwendet werden. Sich zu diesen Themen strategisch zu positionieren, ist eine große Chance, aber auch eine Herausforderung für jedes Unternehmen.

Erfolgsfaktoren für THG-neutrale Produkte:

  • THG-neutrale Nutzung: Green Product mit möglichst geringem Carbon Footprint
  • Reduce, reuse, recycle: Die klimaneutrale Produktion steht für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft

Mit Ingenics zur Zero Emission Company

Beratung für Dekarbonisierung

Auf dem Weg zur Zero Emission Company erwarten Sie zahlreiche Meilensteine, die ohne Vorerfahrung schwer zu erreichen sind. Unsere Beraterinnen und Berater helfen Ihnen, diese Strecke zu meistern. Anhand einer Analyse Ihres Status quos erstellen wir ein komplettes Maßnahmenbündel, das zu Ihren individuellen Anforderungen passt – zum Beispiel für bestehende Fabriken (Green Brownfield), aber auch für neue Standorte (Green Greenfield).

Dabei decken wir den gesamten Umfang von Beratung bis hin zur Umsetzung ab (consulting and realization combined). Wenn nötig binden wir in Spezialthemen auch die Expertise von Partnern ein und moderieren die Integration aller Workstreams bis zum Erreichen des Zielbildes Ihrer Zero Emission Company.

Leitfaden für Ihr Unternehmen

Zero Emission: Ein Leitfaden für Ihren Weg zum treibhausgasneutralen Unternehmen

Für die Zero Emission Company braucht es eine ganzheitliche Betrachtungsweise. Von der Emissions-Berechnung über die Grüne Fabrik und nachhaltige Lieferketten bis zum Green Product. In unserem Leitfaden „Zero Emission“ haben wir viele Tipps und Lösungsansätze zu diesen Themen für Sie zusammengestellt. Gehen Sie den ersten Schritt auf Ihrem Weg zum treibhausgasneutralen Unternehmen!

ZUM DOWNLOAD

Hybride Veranstaltung:
Ulmer Gespräche am 13. Oktober 2022

Wie kann nachhaltige Transformation von Unternehmen
wirtschaftlich erfolgreich gelingen?

 

INFORMATIONEN & ANMELDUNG

Video Expert Session

Prof. Oliver Herkommer, Managing Partner der Ingenics AG, zeigt Ihnen in dieser Video Expert Session was sich hinter dem Thema der Zero Emission Company verbirgt und mit welchen Schritten Sie Ihr Unternehmen treibhausgasneutral machen und stellt Ihnen Strategien, Prozesse und Szenario-Bewertungen vor, um den für Sie besten Weg dorthin zu finden.

Das Video zur Ansicht ist kostenfrei.

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FAQs zu Zero Emission

Was ist ein treibhausgasneutrales Unternehmen?

Ein Unternehmen ist treibhausgasneutral, wenn es seinen THG-Ausstoß auf netto null senkt bzw. kompensiert. Die Reduktion des  CO2-Ausstoßes und weiterer Treibhausgasemissionen ist das Ziel der Zero Emission Company. Deren Nachhaltigkeitsstrategie basiert auf drei Säulen: die nachhaltige Lieferkette (Green Supply Chain), die grüne Fabrik (Green Factory) und das nachhaltige Produkt (Green Product).

Was bedeutet keine Emissionen?

Keine Emissionen bedeutet, einen Ausgleich zwischen den produzierten und den der Atmosphäre entzogenen Emissionen zu erreichen. Keine Emissionen werden auch netto null Emissionen genannt und kalkulieren den Aspekt der natürlichen Treibhausgase ein. Die durch den Menschen produzierten THG-Emissionen sollen durch Reduktionsmaßnahmen aus der Atmosphäre entfernt werden. Nach Abzug der natürlichen Emissionen ist das Ergebnis netto null Emissionen – die globale Erwärmung kann stabilisiert werden.  

Was ist Dekarbonisierung?

Dekarbonisierung ist die grüne Transformation hin zu einem treibhausgasneutralen Unternehmen und Wirtschaften. Wichtige Hebel sind die Etablierung möglichst geringer THG-Emissionen, die Implementierung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft sowie eine klimaneutrale Produktion.

Was bedeutet treibhausgasneutrale Produktion?

THG-neutrale Produktion meint die klimafreundliche Herstellung mit dem Ziel der netto null Emissionen. Eine treibhausgasneutrale Produktion basiert auf einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft und ist in die Gesamtstrategie der Zero Emission Company eingebettet.

Klimaneutral, CO2(e)-neutral, Treibhausgasneutral – was steckt dahinter?

Wer sich mit dem Thema Nachhaltigkeit befasst, stößt schnell auf zentrale Begriffe wie „Klimaneutral“, „CO2-neutral“, „Treibhausgasneutral“ oder auch „CO2e-neutral“. Diese werden teilweise synonym verwendet. Lassen Sie sich davon nicht verwirren: Für eine Zero Emission Company relevant ist Treibhausgasneutralität, da der Begriff sämtliche THG einschließt, die zur globalen Erwärmung beitragen. Sinnverwandt ist die CO2e-Neutralität. Sie bezieht sich auf CO2-Aquivalente, eine anerkannte Maßeinheit. Nicht präzise genug sind hingegen die Bezeichnungen „Klimaneutral“ und „CO2-neutral“, zumal letztere sich ausschließlich auf die Kohlenstoffdioxid-Bilanz konzentriert.

Oliver Herkommer

Prof. Oliver Herkommer

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Stefan Flicke

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