Während sich immer mehr Unternehmen eigene Klimaziele stecken und Strategien für deren Erreichung etablieren, sieht es in der Realität häufig noch anders aus. Die von Ingenics gemeinsam mit dem Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) durchgeführte Studie „Emissionsintensität von Produktions- und Fabrikstrukturen – Der Weg zu Zero Emission“ zeigt, dass für Unternehmen ein erheblicher Handlungsbedarf besteht, die selbst gesteckten Klimaziele auch konsequent anzugehen.
Die Studie gibt unter anderem einen Einblick in den Status quo im verarbeitenden Gewerbe bei der Erfassung, Bewertung und Verringerung der (Treibhausgas-)Emissionsintensität. 80 Prozent der Befragten gaben an, sich strategische Ziele für den Klimaschutz gesetzt zu haben. Von dieser Gruppe haben wiederum rund 75 Prozent bereits eine entsprechende Klimastrategie zur Erreichung dieser Ziele in ihrem Unternehmen etabliert.
So weit, so gut. Denn obwohl rund 60 der Teilnehmenden die eigenen Klimaziele bis zum Jahr 2030 oder früher erreichen wollen, gibt fast ein Drittel der Unternehmen an, dass ihr Zielerreichungsgrad unter 20 Prozent liegt.
Unternehmen, die die selbstgesteckten Ziele bis 2030 erreichen möchten, stehen daher unter enormen Handlungsdruck. Hinzu kommt: während die Mehrzahl der Befragten (85 Prozent) Potenziale zur Verbesserung bekannt sind, sehen sie bei der Identifikation weiterer Maßnahmen großen Unterstützungsbedarf.
Um Klimaziele innerhalb der selbst gesteckten Zeitschiene zu halten, sollten produzierende Unternehmen diese im strategischen Management verankern, ihre eigenen Umweltwirkungen bilanzieren und frühzeitig interne Unterstützung einbinden.
Studie: Emissionsintensität von Produktions- und Fabrikstrukturen – Der Weg zu Zero Emission
Durchgeführt wurde die Studie vom Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) und der Ingenics AG. Für die Studie wurden insgesamt 33 Fragen zu drei übergeordneten Forschungsfragen zur aktuellen Selbsteinschätzung, der Motivation sowie erprobten und verbreiteten Maßnahmen gestellt. Ein Großteil der Befragten (ca. 70 Prozent) gehört der Gruppe der Großunternehmen mit über 50 Millionen Euro Umsatz an. Insgesamt nahmen 186 Fach- und Führungskräfte aus 19 Branchen an der empirischen Befragung teil, die in sieben Branchengruppen zusammengefasst wurden.
Die Studie stützt sich auf drei Themenkomplexe:
- Wie ist der Status quo im verarbeitenden Gewerbe bei der Erfassung, Bewertung und Verringerung der (Treibhausgas-)Emissionsintensität?
- Was ist die Motivation für die Verringerung der Emissionsintensität und welche Herausforderungen gibt es bei der Erreichung der selbst gesteckten Klimaziele?
- Welche zielführenden Maßnahmen zur Emissionsreduktion im verarbeitenden Gewerbe gibt es?
Studie Zero Emission
Die vollständige Studie enthält neben einer Übersicht der verbreitetsten Maßnahmen auch einen ausführlichen Use Case zu jedem Handlungsfeld.
Autoren der Studie seitens Ingenics sind Dr.-Ing. Simon F. Schäfer und Claudia Schmidt.