E-Mobility vorantreiben

Strategien, Strukturen und Prozesse für Ihre e-mobile Zukunft

Die e-mobile Welt nimmt immer konkretere Formen an. Gesetzliche Vorgaben zur Reduzierung der CO2-Emissionen, der global steigende Mobilitätsbedarf und das wachsende gesellschaftliche Umweltbewusstsein führen dazu, dass E-Mobility in den Strategien von Automobilherstellern und Lieferanten kontinuierlich an Bedeutung gewinnt.

Für die Entwicklung von Strukturen und Prozessen zur Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor hatte die Automobilindustrie mehr als 100 Jahre Zeit. Aktuell muss sie sich binnen weniger Jahre umstellen und eine neue Antriebstechnologie in bestehende Strukturen integrieren. In diesem Zusammenhang ergeben sich zahlreiche Herausforderungen, für die OEM und Lieferanten möglichst schnell Lösungen finden müssen.

Gefragt sind vor allem:

  • Effiziente Produktionssysteme, die flexibel zwischen verschiedenen Fahrzeugtypen wechseln können.
  • Robuste Logistiksysteme, die alle Anforderungen an einen E-Mobility-Standort erfüllen und ggf. Konzepte für den Transport und den Umgang mit Hochvolt (HV)-Batterien beinhalten.
  • Zukunftsorientierte Strategien für die Ertüchtigung, den Aus- oder Neubau bestehender Produktionsstandorte.
  • Durchdachte Prozesse, die gleichzeitig effizient sind und die ausreichende Flexibilität gewährleisten.
  • Wirksame Maßnahmenpakete, um die hohen Qualitätsanforderungen und robuste Anläufe sicherzustellen. Unter anderem auch, um neue, bisher noch branchenunerfahrene Lieferanten wie Batteriezellenhersteller an die Qualitätsanforderungen der Automobilindustrie heranzuführen.

Wir gestalten die e-mobile Zukunft mit Ihnen

Unsere Beraterinnen und Berater unterstützen Hersteller und Lieferanten aus der Automobilindustrie schon seit Jahren dabei, den Weg in Richtung E-Mobility zu gestalten. Das gilt sowohl für die strategisch-planerische Ebene als auch für die Prozess- und Organisations-Gestaltung sowie die operative Durchführung. Bewährte Prozesse und Methoden aus dem klassischen Fahrzeugbau haben wir in dieser Zeit an die speziellen Anforderungen der E-Mobilität zugeschnitten. So entstanden neue Standards, die wir in Kundenprojekten schnell und flexibel anpassen können.

Es deckt alle relevanten Bereiche ab, die für eine erfolgreiche e-mobile Zukunft notwendig sind:

Unsere Leistungen im Bereich E-Mobility

Masterplanung Standortentwicklung

Eine zentrale Herausforderung bei der Entwicklung eines Standortes ist, eine übergeordnete Strategie zu berücksichtigen und die darüber hinaus gehenden Möglichkeiten abzubilden und zu bewerten. Häufig werden für einzelne Fabriken Maßnahmen definiert, die sich am aktuellen Bedarf, nicht aber einer langfristigen Gesamtstrategie und zu erwartenden technologischen Entwicklungen richten. Standortpotentiale – sei es bei Fabrikneubauten, -erweiterungen oder -modernisierungen – werden selten vollständig genutzt.

Auch im Bereich E-Mobility profitieren Unternehmen von einem übergeordneten Masterplan, der produktionsrelevante technologische Entwicklungen ebenso berücksichtigt wie arbeitspsychologische Faktoren. Der Masterplan dient als Roadmap auf dem Weg zu einer exzellenten Werkstruktur und erlaubt es, dynamisch auf Marktanforderungen zu reagieren. In Verbindung mit einem strukturierten Change Management führt dies zu dauerhaften Verbesserungen und einer nachhaltig wirtschaftlichen und effizienten Produktion.

Planung und Realisierung Batteriefertigung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie beziffert den Anteil der Batterie an der Wertschöpfung eines Elektroautos auf 40 Prozent. Vor diesem Hintergrund ist klar, dass die lokale Produktion von Batterietechnologie Herstellern die Chance bietet, ihre Wettbewerbsposition signifikant zu verbessern. Dafür braucht es jedoch effiziente Fabriken, in denen alle involvierten Bereiche, Technologien und Systeme perfekt ineinandergreifen.

Die Grundlage hierfür schafft eine profunde Fabrikplanung. Das Gesamtziel muss im Fokus stehen, nicht die bloße Optimierung einzelner Prozessschritte oder Bereiche.
Voraussetzung hierfür ist eine gezielte Definition der bestmöglichen technischen Ausstattung und die frühzeitige Integration aller am Prozess beteiligten Bereiche. Dies stellt sicher, dass ein Optimum an flexiblen, effizienten, zukunftsfähigen und zugleich robusten Produktionsprozessen / -technologien geplant und anschließend realisiert wird. Nur so können Unternehmen in Zeiten von Industrie 4.0 und E-Mobility erfolgreich sein.

Integrationsplanung von E-Fahrzeugen

Stand heute ist es in den meisten Fällen wirtschaftlicher, E-Fahrzeuge in bestehende Montagelinien zu integrieren. Hersteller können dadurch schneller und effizienter auf Kundenpräferenzen reagieren. Dafür müssen Fabriken ggf. umgebaut oder ertüchtigt werden.
Ziel ist ein flexibles Montage-System, mit dem die Anzahl der Takte und Linien an einem Produktionsstandort problemlos an veränderliche Marktanforderungen angepasst werden kann.
Verschiedene Antriebsarten auf derselben Linie zu montieren erfordert viel Erfahrung.
Wir selbst überprüfen in Kundenprojekten zunächst, an welchen Stellen im Werk Flexibilisierungspotentiale bestehen. Darauf aufbauend erarbeiten wir einen Integrations- und Umsetzungsplan, der zur strategischen Ausrichtung der Produktion und des Werkes passt. In Verbindung mit sauberem Reporting und effizientem Projektmanagement schaffen wir die Grundlage, die für die Entstehung flexibler Fertigungsstrukturen nötig ist und begleiten Sie bei der Umsetzung Ihres Konzeptes.
Eine Möglichkeit zur Flexibilisierung Ihrer Fabrik könnte beispielsweise die Schwarmmontage sein. Bei diesem Ansatz, den unsere Beraterinnen und Berater auf Basis ihrer Erfahrungen in der Fahrzeugmontage entwickelt haben, verbinden wir die Vorteile von Fließ- und Inselfertigung. Es entsteht ein hochflexibles, effizientes Montagesystem, in dem unterschiedliche Baugruppen oder Derivate gefertigt werden können.

Planung und Realisierung: Supply Chain & Intralogistik

Effiziente Logistik ist auch für die Produktion von Elektrofahrzeugen ein zentraler Erfolgsfaktor. Das betrifft einerseits Ihre internen Logistik-Prozesse, z. B. die Planung und Steuerung Ihrer Materialflüsse. Andererseits – und das ist für die Produktion qualitätskonformer Elektro-Fahrzeuge von entscheidender Bedeutung – benötigen Sie ein robustes, effizientes Supply Chain-Netzwerk, in dem alle Rädchen perfekt ineinander greifen.
Die Basis für eine solche Supply Chain ist ein ganzheitlicher Überblick zur Situation und Leistungsfähigkeit Ihrer Lieferanten.

Hierfür haben sich nach unserer Erfahrung zentrale Informationsplattformen bewährt, die alle Glieder einer Supply Chain digital vernetzen. Die Plattformen fungieren als zentrales Datensystem, in dem Sie die wichtigsten Kennzahlen Ihrer Partner (z. B. Shopfloor-Daten, Materialflüsse) tagesaktuell oder in Echtzeit einsehen können. Das erleichtert es, Schwachstellen in Ihrer Supply Chain frühzeitig zu identifizieren und geeignete Gegenmaßnamen einzuleiten.

Im Bereich Intralogistik und Supply Chain-Management haben unsere Beraterinnen und Berater in den vergangenen Jahren viele Projekte erfolgreich gestaltet – sowohl für den klassischen Fahrzeugbau als für E-Mobility-Hersteller. Auf Basis dieser Erfahrungen sind Standards entstanden, die wir mit Blick auf Ihre Philosophie und die lokalen Bedingungen anpassen. Gemeinsam mit Ihnen definieren wir für jedes Montageteil den optimalen Materialfluss, nutzen Best Practices für den Mix aus Robustheit und Flexibilität und installieren Reporting-Tools, die für mehr Transparenz in Ihrer Supply Chain sorgen. Auf diese Weise erhöht sich die Effizienz Ihrer Logistik deutlich.

Entwicklung Batterie-Transportkonzept

Der Transport spielt beim Umgang mit HV-Batterien eine besonders kritische Rolle. Um Batterien einbaufertig und im richtigen Ladezustand zum Empfängerwerk liefern zu können, braucht es geeignete Prozesse, die

  • den strengen internationalen Transportvorschriften (z. B. hinsichtlich Verpackung, Handhabung und Beförderung) genügen und
  • so effizient und schlank wie möglich sind.

Bei der Gestaltung solcher Prozesslandschaften sind viele Details zu beachten.
Auf Basis unserer Projekterfahrung haben wir hierfür Standards entwickelt, die zu stabilen Batterie-Transportnetzwerken führen und u. a. die State-of-Charge-Planung beinhalten, falls Batterie und Fahrzeug nicht am gleichen Ort produziert werden. Diese Standards passen wir individuell auf Ihre Anforderungen an. Gemeinsam schaffen wir ein System, das alle geltenden Vorschriften erfüllt und einen gefahrlosen grenzüberschreitenden Transport zwischen Hersteller, Lieferanten und Händlern gewährleistet.

Notfallkonzept-Entwicklung: Umgang mit Batterien

Beim Umgang mit HV-Batterien müssen Unternehmen behördliche Vorgaben und internationale Normen beachten. Diese betreffen unter anderem den Transport und die Lagerung der Batterien sowie die Handhabung von beanstandeten Rückläufern. Gefordert wird ein umfassendes Havariekonzept, das allen erdenklichen Risikoereignissen (z. B. Schäden an der Batterie oder Produktionsfehler) in jeder Produktionsstufe Rechnung trägt und die Sicherheit der Mitarbeiter gewährleistet.
Der sachgerechte Umgang mit Fahrzeugbatterien erfordert dokumentierte Konzepte und Prozesse, die klar definieren, wie Ihre Mitarbeiter in welchem Fall zu handeln haben.
Die beste Voraussetzung dafür ist nach unserer Erfahrung eine umfangreiche Risikoanalyse, bei der alle Gefahrquellen identifiziert und bewertet werden. Darauf aufbauend können wir geeignete Gegenmaßnahmen zur Vermeidung bzw. Verringerung des Risikos definieren, inklusive klarer Verantwortlichkeiten.

Lieferantenentwicklung und -rating, Reifegradabsicherung

Schwächen in Ihrem Lieferantennetzwerk wirken sich unmittelbar auf die Qualität Ihrer Prozesse und Produkte aus. Daher ist das Lieferantenmanagement ein wichtiges Element Ihrer E-Mobility-Strategie. Ihr Ziel ist eine robuste, leistungsfähige Lieferkette, in der alle Wertschöpfungspartner die Voraussetzungen erfüllen, um Produkte in kundenkonformer Qualität zu produzieren und zu liefern.

E-Mobility und der zunehmende Technologieeinsatz im Fahrzeug bieten bislang branchenfremden Anbietern die Chance, an der Wertschöpfung in der Automobilindustrie teilzuhaben. Viele dieser neu gelisteten Lieferanten sind aber noch nicht in der Lage, die Qualitätsstandards der Branche zu erfüllen (z. B. die Qualitätsmanagement-Norm IATF 16949). In diesem Fall haben Sie zwei Möglichkeiten:

  • Sie können Ihren Lieferanten mit Entwicklungsmaßnahmen unterstützen und dessen Performance zielgerichtet verbessern (z. B. mit einer Task Force vor Ort)
  • oder Sie erweitern Ihr Beschaffungsnetzwerk in kritischen Bereichen um Second Sources. In diesem Fall müssen Sie geeignete Alternativen möglichst schnell identifizieren, bewerten und industrialisieren.

Unsere Beraterinnen und Berater unterstützen Automotive-Unternehmen seit Jahren dabei, ihr Lieferantennetzwerk zu verbessern. Das betrifft einerseits die Planung und Durchführung von Entwicklungsmaßnahmen, die einen Zulieferer an geltende Qualitätsstandards heranführen. Andererseits unterstützen wir Kunden mit unserer Branchenerfahrung und unserer Marktkenntnis regelmäßig dabei, neue Lieferanten schnell und effizient zu identifizieren und in ein bestehendes Netzwerk zu integrieren.

Anlaufmanagement: Serie und Task Force

Technologische Entwicklungen sowie E-Mobilität erhöhen die Vielfalt von Fahrzeugmodellen und -varianten deutlich. Somit steigt auch die Zahl der Serienanläufe. Das bedeutet, dass Hersteller kontinuierlich auf erfahrene Anlaufmanager angewiesen sind, die über mehrere Monate hinweg intensiv an einem Projekt arbeiten. Diese Ressourcen stehen oftmals nicht zur Verfügung.

Wie Anlaufmanagement in der Automobilindustrie funktioniert, erleben unsere Beraterinnen und Berater seit Jahren am eigenen Leib – sowohl im klassischen Fahrzeugbau als auch im Bereich E-Mobility. Auf dieser Basis haben wir Standards entwickelt, die wir schnell und pragmatisch an die Projektsituation anpassen. Sie umfassen alle Aufgaben und Tools, die für einen geordneten Serienanlauf notwendig sind: Von der Entwicklung einer geeigneten Anlaufstrategie über die  Integration des Bauprogramms in die Produktionsplanung bis hin zum täglichen Tracking und Reporting des Anlaufs.

Marc Heckenberger

Marc Heckenberger

Ingenics

Partner, Director Business Unit
Phone: +49 731 93680 237