5. Zero Base Budgeting

Wenn im Unternehmen signifikant Kostenreduzierungen zur Ergebnisabsicherung notwendig sind,  bietet Zero Base Budgeting (ZBB) den idealen Ansatz Budgets radikal zu hinterfragen.

 

Bei diesem Kostenplanungsansatz werden Budgets nicht auf Basis der Vorperiode, sondern für den jeweiligen Planungshorizont komplett neu (Zero Base) entsprechend definierter Leistungsniveaus geplant und freigegeben – und das nicht einmal im Jahr sondern kurzzyklisch auf Monatsbasis. Dies schafft Kostentransparenz und trägt wesentlich zum effizienten Einsatz der vorhandenen Mittel bei. Dieser Ansatz ist insbesondere für alle Gemeinkostenbereiche anzuwenden und dient in Zeiten von Unternehmenskrisen zur stringenten Steuerung der liquiden Mittel. Zusätzlich unterstützt Zero Base Budgeting etablierte Denkstrukturen aufzubrechen.

 

ZBB fordert einen kompletten Paradigmenwechsel im Planungsprozess und muss deswegen bedingungslos Top-down aufgesetzt werden. Im ersten Schritt werden durch das Management alle Budgets nicht nur eingefroren sondern zurück auf Null (Zero Base) gesetzt. Der Rahmen für die neue Budgetplanung wird entsprechend der wirtschaftlichen Situation  durch  das Festlegen des Leistungsniveaus vorgegeben.

 

› Leistungsniveau 1 – Minimalleistung zur Aufrechterhaltung des lebensnotwendigen Geschäftsbetriebs

› Leistungsniveau 2 – Regelleistungen entsprechend der Arbeits- bzw. Stellenbeschreibung

› Leistungsniveau 3 – Notwendige Maßnahmen zur langfristigen Zukunftssicherung

 

Die Fachbereiche müssen bei der Neuplanung der Budgets für den nächsten Monat diesen Rahmen zwingend einhalten. Die Freigabe der Budgets durch das Management erfolgt zentral nach schlüssiger Darstellung und Verifizierung des Leistungsniveaus. Dieser Prozess wiederholt sich im monatlichen Rhythmus.